In Kürze: Kurdisch lernen war noch nie so zugänglich – dank spezialisierter Apps kannst du heute direkt vom Smartphone aus starten. Wir haben die 6 besten Apps zum Kurdisch lernen unter die Lupe genommen und verraten dir, welche zu deinem Lernziel passt. Von KI-gestützten Konversationen bis hin zu spielerischen Vokabel-Trainern ist für jeden etwas dabei.
Kurdisch – eine Sprache mit über 30 Millionen Muttersprachlern weltweit, tief verwurzelt in Geschichte und Kultur. Ob du kurdische Wurzeln hast, für die Arbeit oder Reise nach Kurdistan planst oder einfach eine seltene Sprache meistern willst: Der Einstieg lohnt sich. Und das Beste? Du brauchst dafür keine Volkshochschule.
Mit den richtigen Kurdisch Apps lernst du überall und jederzeit – in der U-Bahn, im Wartezimmer oder auf dem Sofa. Wir zeigen dir, welche Apps zum Kurdisch lernen wirklich liefern und welche eher heiße Luft sind.
Die besten Apps zum Kurdisch lernen: Unsere Top 6 für 2026
Vielleicht willst du mit deiner kurdischen Familie kommunizieren, endlich die Liedtexte aus dem Radio verstehen oder dich im Urlaub in Erbil oder Diyarbakır verständigen. Egal welches Ziel du verfolgst – die richtige App kann den Unterschied machen zwischen echtem Fortschritt und frustrierendem Rumklicken.
Kurdisch existiert in mehreren Hauptdialekten: Kurmandschi (der am weitesten verbreitete), Sorani und Zazaki. Nicht alle Apps decken alle Dialekte ab – das ist ein entscheidender Faktor bei der Wahl. Wir haben das für dich bereits herausgefiltert.
Auf einen Blick: Die 6 besten Apps um Kurdisch zu lernen – von KI-Konversation bis spielerischem Vokabeltraining.
| Sprachlern-App | Verfügbare Sprachen | Extras |
|---|---|---|
| Mondly | 41 Sprachen inkl. Kurmandschi-Kurdisch | AR-Chatbot, Spracherkennung, tägliche Lektionen |
| LingQ | Kurdisch + 60+ weitere Sprachen | Immersions-Methode, riesige Content-Bibliothek |
| uTalk | 150+ Sprachen inkl. Kurdisch | Spiele-basiertes Lernen, Muttersprachler-Audio |
| Bimus | Kurdisch (Fokus-App) | Spezialisiert auf Kurmandschi & Sorani |
| Talkpal AI | Viele Sprachen inkl. Kurdisch | KI-Gesprächspartner, Echtzeit-Feedback |
| LinGo Play | 50+ Sprachen inkl. Kurdisch | Gamification, Offline-Modus, Flashcards |
1. Mondly – Der Allrounder mit Kurdisch-Support
Mondly ist eine der bekanntesten Sprachlern-Apps auf dem Markt – und eine der wenigen, die tatsächlich Kurdisch (Kurmandschi) im Angebot hat. Die App setzt auf einen Mix aus täglichen Lektionen, Spracherkennung und einem KI-basierten Chatbot, der dich durch alltägliche Dialoge führt. Wer schon einmal versucht hat, Kurdisch mit YouTube-Videos zu lernen, weiß: Struktur ist alles.
Das Interface ist übersichtlich gestaltet – selbst Sprachlern-Anfänger finden sich sofort zurecht. Die Lektionen bauen aufeinander auf und decken typische Alltagssituationen ab: Begrüßungen, Zahlen, Familie, Reisen. Besonders stark ist Mondlys Aussprache-Training mit Spracherkennungstechnologie, die dir direktes Feedback gibt.
Ein echter Pluspunkt: Mit einem einzigen Abo bekommst du Zugang zu allen 41 Sprachen – das macht Mondly zu einem fantastischen Preis-Leistungs-Wunder, besonders wenn du neben Kurdisch noch weitere Sprachen auf deiner Liste hast. Das Lifetime-Abo für einmalig 129,96 € lohnt sich für ernsthafte Lerner schnell.

Mondly nutzt sogenannte kontextbasiertes Lernen – statt Vokabellisten paukst du Wörter in echten Sätzen und Situationen. Das hilft dem Gehirn, Verbindungen herzustellen und Vokabular langfristig zu speichern. Die Gamification-Elemente (Punkte, Streaks, Bestenlisten) halten die Motivation oben – ein bisschen wie ein Fitnesstracker, nur für dein Sprachgedächtnis.
Die App bietet außerdem eine Augmented-Reality-Funktion, mit der du Alltagsgegenstände in deiner Umgebung auf Kurdisch benennen kannst. Das klingt vielleicht gimmicky, ist aber überraschend effektiv beim Vokabellernen. Für den Preis von ab 5,19 € pro Monat (Jahresabo) ist das ein echtes Schnäppchen.
Die täglichen Lektionen dauern nur 5–10 Minuten – perfekt für Berufstätige, die keine Zeit für stundenlange Sprachkurse haben. Mondly setzt auf Konstanz statt Marathon: Regelmäßiges kurzes Üben ist laut Sprachlernforschung deutlich effektiver als seltenere, lange Sessions.
Mondly eignet sich am besten für Einsteiger und Fortgeschrittene, die eine strukturierte, abwechslungsreiche App mit Kurdisch-Unterstützung und großartiger Preis-Leistung suchen.
2. LingQ – Die Immersionsmethode für ernsthafte Lerner
LingQ funktioniert anders als die meisten Apps – und das ist genau der Punkt. Statt vorgefertigter Lektionen setzt LingQ auf die sogenannte Immersionsmethode: Du lernst Kurdisch durch echte Inhalte wie Texte, Podcasts und Dialoge von Muttersprachlern. Das Prinzip klingt simpel, ist aber wissenschaftlich fundiert – Sprachen lernt man am nachhaltigsten durch massiven Input in authentischen Kontexten.
Das Herzstück der App ist der interaktive Reader: Du liest kurdische Texte, tippst auf unbekannte Wörter und speicherst sie als „LingQs“ – verknüpfte Vokabelkarten mit Kontext. Das System trackt automatisch, wie oft du ein Wort begegnet bist, und stuft es entsprechend ein. Online Kurdisch lernen wird damit zum aktiven Prozess statt passivem Konsumieren.
LingQ bietet eine riesige Bibliothek an kurdischen Inhalten – von Anfänger-Kurzgeschichten bis hin zu authentischen Interviews und Nachrichtentexten. Die Community-Funktion erlaubt es dir außerdem, eigene Texte hochzuladen und von Muttersprachlern korrigieren zu lassen. Für ambitionierte Lerner ist das ein unschlagbares Feature.

Der Wortschatz-Tracker von LingQ zeigt dir in Echtzeit, wie viele Wörter du bereits kennst – ein unglaublich motivierendes Element. Sprachforscher gehen davon aus, dass du etwa 8.000 bekannte Wörter brauchst, um eine Sprache fließend zu lesen. LingQ macht diesen Weg sichtbar und messbar.
Die App gibt es für iOS und Android sowie als Desktop-Version – ideal für alle, die lieber am großen Bildschirm lernen. Der Sentence-Mode erlaubt es dir, Texte Satz für Satz durchzugehen und dabei Grammatik und Vokabular gleichzeitig zu absorbieren. Das ist nicht Lernen auf Sparflamme – das ist echtes Sprachbad für Fortgeschrittene.
LingQ hat eine kostenlose Basisversion, die zum Reinschnuppern reicht. Das Premium-Abo schaltet unbegrenzte LingQs, erweiterte Statistiken und alle Inhalte frei. Wer Kurdisch wirklich durchdringen will – nicht nur ein paar Phrasen –, kommt an LingQ kaum vorbei.
LingQ eignet sich am besten für selbstständige Lerner auf mittlerem bis fortgeschrittenem Niveau, die durch authentische kurdische Inhalte echte Sprachkompetenz aufbauen wollen.
3. uTalk – 150+ Sprachen, Spaßgarantie inklusive
uTalk ist das Universaltalent unter den Kurdisch Apps. Mit über 150 verfügbaren Sprachen – darunter sowohl Kurmandschi als auch Sorani – gehört uTalk zu den wenigen Apps, die diese Dialekt-Vielfalt abbilden. Alle Inhalte werden von echten Muttersprachlern eingesprochen, was die Aussprache-Qualität auf ein anderes Level hebt.
Das Lernprinzip basiert auf Spiele-basiertem Lernen (auch bekannt als Gamification): Verschiedene Mini-Spiele testen Hören, Sprechen, Lesen und Schreiben in kurzen, abwechslungsreichen Einheiten. Das ist kein Zufall – Gamification aktiviert das Belohnungszentrum im Gehirn und macht regelmäßiges Üben zur echten Gewohnheit statt zur lästigen Pflicht.
uTalk deckt über 60 Themenbereiche ab – von Zahlen und Farben bis hin zu Berufen und Notfallsituationen. Das Abo-Modell ist fair: Ab 11,99 € pro Monat bekommst du Zugang zu allen Sprachen, kein Schnickschnack, kein verstecktes Kleingedrucktes. Halbjahres- und Jahrespläne reduzieren den Preis weiter.

Besonders stark ist uTalk beim Hör- und Sprechtraining: Die App lässt dich Wörter und Sätze aufnehmen und vergleicht deine Aussprache direkt mit der des Muttersprachlers. Wer sich schon einmal gefragt hat, ob sein Kurdisch für echte Menschen verständlich ist – hier bekommst du eine ehrliche Antwort.
Die App funktioniert offline – ein unterschätzter Vorteil für alle, die auf langen Flügen nach Kurdistan oder im Zug ohne stabiles Internet lernen wollen. Die Fortschrittsanzeige pro Themenbereich gibt außerdem ein klares Bild, was du schon kannst und was noch fehlt.
uTalk ist kein Ersatz für einen vollständigen Grammatikkurs, aber als Vokabel- und Aussprache-Booster ist die App kaum zu schlagen. Die Kombination aus Muttersprachler-Audio, breitem Themenspektrum und spielerischem Format macht sie zu einer der zugänglichsten Optionen auf dem Markt.
uTalk eignet sich am besten für Einsteiger und Reisende, die schnell grundlegendes Kurdisch-Vokabular und eine saubere Aussprache aufbauen wollen – ohne trockene Grammatikregeln.
4. Bimus – Der Spezialist für Kurdisch
Wenn du es ernst meinst mit Kurdisch lernen, ist Bimus dein Geheimtipp. Anders als die großen Generalisten konzentriert sich Bimus voll und ganz auf die kurdische Sprache – sowohl Kurmandschi als auch Sorani. Diese Fokussierung merkt man: Die Inhalte sind tiefer, strukturierter und kulturell nuancierter als bei Apps, die Kurdisch nur als Randprodukt anbieten.
Bimus bietet strukturierte Kurse mit Grammatikeinheiten, die sich wirklich mit den Besonderheiten der kurdischen Sprache auseinandersetzen – etwa dem komplexen Verbsystem oder der Ergativkonstruktion, die viele westliche Lerner anfangs verwirrt. Statt über diese Hürden hinwegzutäuschen, erklärt Bimus sie klar und verständlich.
Die App setzt außerdem auf kulturellen Kontext: Hinter jedem Lernmodul steckt echtes Wissen über kurdische Traditionen, Geschichte und Alltagsleben. Das macht den Lernprozess reicher – denn eine Sprache zu lernen bedeutet immer auch, eine Welt zu entdecken. Wer online Kurdisch lernen will, ohne auf Tiefe zu verzichten, ist bei Bimus richtig.

Die Benutzeroberfläche ist klar und funktional – kein überladenes Dashboard, sondern ein direkter Einstieg in die Lektionen. Bimus nutzt Spaced Repetition (zeitlich verteiltes Wiederholen), eine der wissenschaftlich am besten belegten Methoden zur langfristigen Vokabelretention. Das bedeutet: Was du lernst, bleibt auch hängen.
Besonders für die kurdische Diaspora in Deutschland ist Bimus ein wertvolles Werkzeug – Menschen, die die Sprache ihrer Eltern oder Großeltern wiederentdecken wollen. Die App bietet dafür geeignete Einstiegs-Level, die auch für Lerner mit Grundkenntnissen aus der Familie passen.
Bimus punktet mit seiner Nischenkompetenz: Wer die breite Masse bedient, vernachlässigt oft die Details. Bimus nicht. Die App kennt die Stolperstellen beim Kurdisch-Lernen – und adressiert sie direkt, statt sie zu umgehen.
Bimus eignet sich am besten für Lerner, die gezielt Kurmandschi oder Sorani erlernen wollen und dabei Wert auf sprachliche Tiefe und kulturellen Kontext legen.
5. Talkpal AI – Kurdisch sprechen mit dem KI-Gesprächspartner
Talkpal AI ist die modernste Option auf dieser Liste – und sie nutzt das volle Potenzial künstlicher Intelligenz fürs Sprachlernen. Die App bietet dir einen KI-basierten Gesprächspartner, mit dem du jederzeit auf Kurdisch chatten oder sprechen kannst – ohne Terminbuchung, ohne Lampenfieber, ohne Zeitdruck. Für viele ist das der fehlende Baustein: echte Konversation, die man sonst nur mit Muttersprachlern üben könnte.
Das System analysiert deine Antworten in Echtzeit und gibt dir direktes Feedback zu Grammatik, Vokabular und Ausdrucksweise. Das ist wie ein Privat-Tutor, der niemals schläft, niemals ungeduldig wird und exakt auf deinem Niveau kommuniziert. Besonders das Aussprache-Coaching auf Basis von KI-Sprachanalyse hebt Talkpal von klassischen Apps ab.
Talkpal unterstützt verschiedene Konversationsszenarien – vom Small Talk bis zum Bewerbungsgespräch. Du bestimmst das Thema, die KI passt sich an. Das macht das Üben viel praxisnäher als das Durchklicken vorgefertigter Lektionen. Kurdisch apps, die echte Sprechpraxis bieten, sind rar – Talkpal füllt diese Lücke.

Die KI hinter Talkpal ist auf Sprachproduktion optimiert – also das aktive Sprechen und Schreiben, nicht nur das passive Verstehen. Das ist wichtig, denn viele Lerner verstehen mehr, als sie produzieren können. Talkpal zwingt dich (freundlich) dazu, selbst Sätze zu bilden – der schnellste Weg, echte Sprachkompetenz aufzubauen.
Talkpal bietet auch thematische Rollenspiele: Stell dir vor, du übst ein Gespräch auf dem kurdischen Markt, fragst nach dem Weg in Sulaymaniyah oder diskutierst über kurdische Musik. Diese situativen Übungen verankern Sprache im Gedächtnis deutlich stärker als abstrakte Vokabellisten.
Für alle, die schon Grundkenntnisse haben und nun den Sprung zur echten Kommunikation wagen wollen, ist Talkpal AI ein Game-Changer. Kein Kurs kann dir so viel Sprechpraxis geben wie ein geduldiger, immer verfügbarer KI-Gesprächspartner.
Talkpal AI eignet sich am besten für Lerner mit Grundkenntnissen, die ihre Sprechfertigkeit auf Kurdisch schnell und stressfrei verbessern wollen – ohne auf einen echten Gesprächspartner angewiesen zu sein.
6. LinGo Play – Kurdisch lernen mit Spaßfaktor
LinGo Play macht genau das, was der Name verspricht: Sprachlernen als Spiel. Die App bietet Kurdisch als eine von über 50 Sprachen und setzt auf ein konsequentes Gamification-Prinzip – mit Level-Aufstiegen, Achievements, Duellen gegen andere Nutzer und täglichen Herausforderungen. Wer von trockenen Lernmethoden genug hat, wird LinGo Play lieben.
Die Lerneinheiten kombinieren Flashcards, Multiple-Choice-Fragen und Lückentexte – alle auf Basis von Spaced-Repetition-Algorithmen. Das Ergebnis: Vokabeln, die sich festsetzen, ohne dass man sich das Gefühl des Lernens dabei eingestehen muss. Gutes Sprachlernen fühlt sich manchmal an wie Spielen – und genau darauf setzt LinGo Play.
Ein praktisches Feature: der Offline-Modus. Du lädst deine Lernpakete vorab herunter und lernst dann ohne Internetverbindung – perfekt für Pendler, Reisende oder alle, die in ihrer Mittagspause keine mobile Daten verschwenden wollen. Apps zum Kurdisch lernen, die auch offline funktionieren, sind selten – LinGo Play ist eine davon.

LinGo Play bietet eine kostenlose Version mit eingeschränkten Funktionen sowie kostenpflichtige Premium-Pakete für unbegrenzten Zugang. Die Lernkurven-Anpassung funktioniert gut: Die App erkennt, welche Wörter du beherrschst, und legt den Fokus automatisch auf schwache Stellen. Das spart Zeit und vermeidet den klassischen Fehler, bereits bekannte Vokabeln endlos zu wiederholen.
Die Multiplayer-Funktion ist ein echtes Alleinstellungsmerkmal: Du kannst dich mit anderen Kurdisch-Lernern weltweit messen. Das klingt nach Spielerei, ist aber ein mächtiger Motivationsmotor. Soziale Vergleiche und freundschaftlicher Wettbewerb treiben nachweislich die Lernintensität in die Höhe.
LinGo Play ist nicht die tiefgründigste App auf dieser Liste, aber dafür die unterhaltsamste. Wenn du weißt, dass du ohne spielerische Elemente schnell die Motivation verlierst, ist das kein Nachteil – das ist genau der richtige Ansatz für dich.
LinGo Play eignet sich am besten für Einsteiger und alle, die Kurdisch lernen wollen, ohne dabei den Spaß zu verlieren – ideal für kurze, regelmäßige Lerneinheiten im Alltag.
Wie Apps das Kurdisch lernen wirklich erleichtern
Der größte Vorteil einer App gegenüber einem klassischen Sprachkurs? Flexibilität. Du bestimmst wann, wo und wie lange du lernst – ohne feste Kurszeiten, ohne Anfahrtswege, ohne peinliche Momente, wenn du das Falsche sagst. Fünf Minuten morgens, zehn Minuten abends: Regelmäßigkeit schlägt Intensität, und Apps machen genau das möglich. Kognitionsforscher nennen das Prinzip Distributed Practice – verteiltes Üben ist einer der stärksten Hebel für nachhaltiges Lernen.
Moderne Sprachlern-Apps nutzen außerdem adaptive Lernalgorithmen: Sie analysieren dein Lernverhalten, erkennen Schwachstellen und passen den Schwierigkeitsgrad automatisch an. Das ist kein Marketing-Versprechen, sondern echte Technologie. Die Kombination aus Spaced Repetition, KI-Feedback und Gamification macht Apps zu einem der effizientesten Lernwerkzeuge, die es heute gibt – besonders für seltene Sprachen wie Kurdisch, für die offline kaum qualifizierte Lehrkräfte zu finden sind.
Hinzu kommt die Niedrigschwelligkeit: Eine App öffnet man leichter als ein Lehrbuch. Wer Kurdisch lernen will, braucht keine hohe Hemmschwelle zu überwinden – ein Tap auf das App-Icon reicht, und schon läuft die nächste Lektion. Dieser psychologische Effekt wird unterschätzt: Die einfachste Methode ist oft die, die am konsequentesten durchgehalten wird.
Die Grenzen von Sprachlern-Apps beim Kurdisch lernen
So gut Apps auch sind – sie ersetzen kein echtes Gespräch. Authentische Kommunikation mit Muttersprachlern bleibt unersetzlich, um Sprache wirklich zu verinnerlichen. Tonfall, regionale Ausdrücke, nonverbale Signale – das alles lernt man nur im echten Austausch. Wer Kurdisch nicht nur lesen, sondern leben will, sollte Apps mit Tandem-Partnerschaften (z. B. über HelloTalk oder iTalki) oder Sprachgruppen kombinieren.
Ein weiteres Limit: Grammatikkompetenz. Die meisten Apps kratzen nur an der Oberfläche grammatikalischer Strukturen. Kurdisch – besonders Kurmandschi – hat komplexe Ergativity-Konstruktionen und ein reichhaltiges Verbsystem, das nur durch systematische Grammatikarbeit wirklich verstanden werden kann. Ergänzende Ressourcen wie Lehrbücher (z. B. „Teach Yourself Kurdish“) oder Online-Kurse von Universitäten schließen diese Lücke.
Schließlich ist da das Problem der Dialektvielfalt: Nicht alle Apps unterscheiden klar zwischen Kurmandschi, Sorani und Zazaki. Wer für eine bestimmte Region oder Gemeinschaft lernt, muss genau prüfen, welchen Dialekt die jeweilige App tatsächlich anbietet. Hier hilft nur kritischer Blick auf die App-Beschreibung – und im Zweifel der Griff zum Dialekt-Spezialisten wie Bimus.
Unsere Tipps für das Kurdisch lernen mit Apps
- Wähle den richtigen Dialekt von Anfang an: Kläre vor dem Download, ob die App Kurmandschi, Sorani oder einen anderen Dialekt anbietet – denn die Unterschiede sind erheblich, und ein Wechsel mittendrin kostet wertvolle Zeit.
- Lerne täglich, auch wenn’s nur 5 Minuten sind: Ein kurzer täglicher Streak ist wertvoller als eine zweistündige Session einmal pro Woche. Nutze Reminder-Funktionen der App, um Kurdisch fester in deinen Alltag zu integrieren.
- Kombiniere mehrere Methoden: Nutze eine App für Vokabeln und Aussprache, ergänze sie durch einen KI-Gesprächspartner wie Talkpal AI und suche dir einen echten Tandem-Partner für authentische Konversation.
- Sprich von Tag 1 an laut mit: Aktiviere immer die Spracherkennungs-Funktion der App und scheu dich nicht, Sätze laut auszusprechen – auch wenn es am Anfang komisch klingt. Aktives Sprechen beschleunigt den Lernfortschritt dramatisch.
- Konsumiere kurdische Medien parallel: Kurdische Musik auf Spotify, YouTube-Kanäle auf Kurdisch oder kurdische Nachrichten – echter Input aus dem Alltag verwandelt gelerntes Vokabular in lebendige Sprache und schärft dein Sprachgefühl.
Die passende Kurdisch-App finden: So triffst du die richtige Wahl
Die Wahl der richtigen App hängt von drei Faktoren ab: deinem Lernziel, deinem Niveau und deinem Lernstil. Einsteiger ohne Vorkenntnisse sind bei Mondly, uTalk oder LinGo Play gut aufgehoben – diese Apps führen dich strukturiert von null an. Wer bereits Grundkenntnisse hat und echte Kommunikationsfähigkeit aufbauen will, sollte Talkpal AI oder LingQ ins Auge fassen. Und wer gezielt einen bestimmten Dialekt mit Tiefe lernen will, kommt an Bimus nicht vorbei. Checke immer zuerst, welchen Kurdisch-Dialekt die App anbietet – das ist das Non-plus-ultra bei der Entscheidung.
Nutze kostenlose Testversionen konsequent aus, bevor du Geld in ein Abo investierst. Die meisten Apps auf dieser Liste bieten Gratis-Phasen oder eingeschränkte Gratiszugänge – mehr als genug, um zu spüren, ob die Lernmethode zu dir passt. Achte dabei auf Inhaltstiefe, Audioqualität und Benutzerfreundlichkeit. Eine App, die du nicht gerne öffnest, ist die schlechteste App – egal wie gut ihre Bewertungen sind.
Häufig gestellte Fragen zu Kurdisch-Apps
Das hängt von deinem Ziel ab. Für Einsteiger mit strukturiertem Ansatz empfehlen wir Mondly. Wer gezielt Kurmandschi oder Sorani lernen will, ist bei Bimus am besten aufgehoben. Für Konversationspraxis ist Talkpal AI die erste Wahl.
Grundkenntnisse und solides Vokabular kannst du definitiv mit einer App aufbauen. Für echte Fließendheit brauchst du jedoch zusätzlich authentischen Input – etwa Gespräche mit Muttersprachlern, kurdische Medien oder ergänzende Grammatiklehrbücher.
Das richtet sich danach, mit wem du kommunizieren willst. Kurmandschi ist der am weitesten verbreitete Dialekt, gesprochen im Nordirak, in der Türkei, Syrien und Iran. Sorani ist dominant im Süd- und Ostkurdistan sowie im Irak. Für die meisten Lerner in Deutschland ist Kurmandschi der sinnvollste Einstieg.
Mit konsequentem täglichem Üben (15–30 Minuten) kannst du in 3–6 Monaten grundlegende Kommunikationsfähigkeit erreichen. Fließendheit erfordert deutlich mehr Zeit und den Einsatz mehrerer Lernmethoden – Apps beschleunigen den Prozess erheblich, sind aber nur ein Baustein.
Ja. Mondly, LingQ, uTalk und LinGo Play bieten alle kostenlose Basiszugänge. LingQ hat eine der umfangreichsten Gratisvarianten mit echter Kurdisch-Content-Bibliothek. Für einen vollständigen Lernplan ist jedoch meist ein bezahltes Abo nötig.
uTalk und LinGo Play eignen sich mit ihrem spielerischen Ansatz gut für Kinder und Jugendliche. Mondly bietet zudem eine spezielle Kinder-Version namens Mondly Kids an. Für tiefgehende Grammatikarbeit sind die Apps jedoch eher für Erwachsene und ältere Jugendliche konzipiert.
