Memrise vs. Babbel 2026: Videos von Muttersprachlern oder Grammatikkurs?


Kursangebot
7,0
9,6
Lernmethodik
8,5
9,4
Benutzerfreundlichkeit
8,8
9,7
App & Design
8,0
9,5
Preis-Leistung
8,4
9,4

In Kürze: Memrise setzt auf Videos von Muttersprachlern und Immersion – du lernst Vokabeln im echten Kontext. Babbel dagegen bietet strukturierte Grammatikkurse mit klarem Lehrplan, entwickelt von Sprachwissenschaftlern. Im Vokabeltrainer App Vergleich gewinnt Memrise bei Authentizität, Babbel bei systematischem Sprachaufbau.

Memrise oder Babbel – zwei Apps, ein Ziel: dir eine neue Sprache beibringen. Memrise wurde 2010 in London gegründet, hat über 70 Millionen Nutzer weltweit und bietet rund 35 Sprachen an. Babbel ging bereits 2007 in Berlin an den Start, zählt mehr als 25 Millionen verkaufte Abos und konzentriert sich auf 14 Sprachen. Doch welche App passt besser zu deinem Lernstil – kurze Videoclips von echten Muttersprachlern oder ein durchstrukturierter Sprachkurs? In diesem Vergleich erfährst du, wo die entscheidenden Unterschiede liegen – bei Preisen, Methodik, Übungstypen und Sprachangebot. Am Ende weißt du, welche App dein Geld wert ist.

So habe ich Memrise und Babbel getestet

Ich bin Laura Schneider, Redakteurin bei BILD im Bereich „Sprachen lernen” – seit über vier Jahren teste ich Sprachlern-Apps und Online-Kurse. Für diesen Memrise vs Babbel Vergleich habe ich beide Apps jeweils drei Wochen lang intensiv genutzt, auf iPhone und im Browser. Getestet habe ich Spanisch (als Anfängerin) und Französisch (Fortgeschrittene). So konnte ich beurteilen, wie gut beide Apps auf verschiedenen Niveaus funktionieren.

Meine Bewertungskriterien

  • Sprachangebot und Niveaus: Wie viele Sprachen stehen zur Auswahl – und bis zu welchem Level kannst du lernen? Gibt es Inhalte für Anfänger und Fortgeschrittene gleichermaßen?
  • Kursaufbau und Übungstypen: Wie sind die Lektionen aufgebaut? Sind die Übungen abwechslungsreich oder wird es schnell eintönig?
  • Fokusbereiche: Liegt der Schwerpunkt auf Vokabeln, Grammatik, Hörverständnis oder Sprechen? Werden alle Fähigkeiten abgedeckt?
  • Usability & Technik: Wie intuitiv ist die Bedienung? Gibt es Offline-Modus, Spracherkennung oder KI-Features?
  • Preise und Preis-Leistung: Was kosten die Abos konkret – und stimmt das Verhältnis zum gebotenen Inhalt?

Memrise vs Babbel: Überblick

Bevor wir ins Detail gehen, hier die wichtigsten Fakten im direkten Vergleich. Diese Tabelle zeigt dir auf einen Blick, wo die beiden Apps sich unterscheiden.

KriteriumMemriseBabbel
Gründungsjahr2010 (London)2007 (Berlin)
Anzahl Sprachen34+14
SprachniveausA1–B1A1–B2
Lektionsdauer3–5 Minuten10–15 Minuten
LernmethodikImmersion, Videos von Muttersprachlern, Spaced RepetitionStrukturierte Grammatikkurse, dialogbasiert
Kostenlose VersionJa (eingeschränkt)Erste Lektion pro Kurs kostenlos
Preisspanne6,99–17,99 €/Monat bzw. 249,99 € Lifetime8,99–17,99 €/Monat bzw. 299,99 € Lifetime
BesonderheitenTausende Videoclips mit echten Muttersprachlern, KI-ChatpartnerVon Sprachwissenschaftlern erstellte Kurse, Zugang zu allen Sprachen in einem Abo

Memrise hat klar die Nase vorn beim Sprachangebot – 35 vs. 14 Sprachen ist ein deutlicher Vorsprung. Babbel punktet dafür mit tiefergehenden Kursinhalten bis B2 und einem wissenschaftlich fundierten Lehrplan. Beim Preis liegen die beiden überraschend nah beieinander.

Memrise im Überblick

Memrise wurde 2010 von dem britischen Gedächtniskünstler Ed Cooke, dem Neurowissenschaftler Greg Detre und dem Unternehmer Ben Whately in London gegründet. Die App richtet sich an Lernende, die Sprache so erleben wollen, wie sie wirklich gesprochen wird – auf der Straße, im Café, im Alltag. Die Grundphilosophie: Immersion statt Lehrbuch. Memrise nutzt Spaced Repetition (zeitlich optimierte Wiederholungen), um Vokabeln ins Langzeitgedächtnis zu bringen, und kombiniert das mit echtem Sprachkontakt durch Tausende von Videoclips. Die Wirksamkeit von Spaced Repetition als Lernmethode ist wissenschaftlich gut belegt – verteiltes Wiederholen schlägt klassisches Pauken beim Langzeitgedächtnis deutlich.

Im Kern bietet Memrise Vokabeltraining mit Karteikarten, Hörverständnis-Übungen und kurze Videoclips, in denen Muttersprachler Wörter und Sätze in Alltagssituationen verwenden. Du tippst Übersetzungen ein, wählst aus Multiple-Choice-Optionen oder ordnest Wörter zu. Eine typische Lektion dauert 3–5 Minuten: Erst lernst du 5–8 neue Wörter, dann siehst du sie in kurzen Videos im Kontext, danach folgt eine Wiederholungsrunde. Klassische Grammatik-Erklärungen? Fehlanzeige. Lückentexte und Dialogübungen gibt es nur in abgespeckter Form.

Technisch bietet Memrise eine solide Spracherkennung für Ausspracheübungen und seit 2023 einen KI-Chatpartner namens „MemBot”, mit dem du simulierte Gespräche führen kannst. Offline-Lernen ist im Premium-Abo möglich. Gamification-Elemente wie Punkte, Streaks und Bestenlisten halten die Motivation hoch. Das größte Alleinstellungsmerkmal bleibt die riesige Videodatenbank mit echten Muttersprachlern – kein anderer Vokabeltrainer App Vergleich kommt an diese Authentizität heran.

Memrise auf einen Blick

  • Gründung: 2010 in London von Ed Cooke, Greg Detre und Ben Whately.
  • Sprachen: 34+ Sprachen, darunter auch seltene wie Mongolisch oder Yoruba.
  • Lernmethode: Spaced Repetition kombiniert mit Muttersprachler-Videos für maximale Immersion.
  • KI-Feature: MemBot ermöglicht simulierte Konversationen auf Knopfdruck.
  • Lektionsdauer: Kurz und knackig – 3 bis 5 Minuten pro Einheit.
  • Offline-Modus: Verfügbar im Premium-Abo für Lernen ohne Internetverbindung.

Babbel im Überblick

Babbel ist der Klassiker unter den Sprachlern-Apps – 2007 in Berlin gegründet, damit eines der ältesten Unternehmen in diesem Bereich. Die Zielgruppe: Erwachsene, die strukturiert und ergebnisorientiert lernen wollen. Babbels Philosophie basiert auf didaktisch fundierten Kursen, die von über 200 Sprachwissenschaftlern und Lehrkräften entwickelt werden. Der Ansatz erinnert an modernen Sprachunterricht – nur eben im App-Format, und das bis zu Niveau B2.

Jede Babbel-Lektion dauert 10–15 Minuten und folgt einem klaren Aufbau: Zunächst werden neue Vokabeln im Kontext eingeführt, dann folgen Dialogübungen, Lückentexte und Hörverständnis-Aufgaben. Du trainierst Aussprache per Mikrofon und wendest Grammatikregeln in interaktiven Übungen an. Ein Beispiel: In einer Spanisch-Lektion zum Thema „Restaurant” lernst du erst die relevanten Vokabeln, hörst dann einen Dialog zwischen Gast und Kellner, füllst Lücken aus und baust eigene Sätze. Grammatik wird nicht trocken erklärt, sondern in den Kontext eingebettet. Babbels eigener Wortschatz-Trainer nutzt ebenfalls Spaced Repetition.

Technisch setzt Babbel auf eine solide Spracherkennung und bietet einen Offline-Modus für heruntergeladene Lektionen. Podcasts, kurze Lernspiele und Zusatzkurse zu Themen wie „Business English” oder „Reise-Spanisch” ergänzen das Angebot. Gamification spielt eine untergeordnete Rolle – statt Highscores setzt Babbel auf Lernfortschritts-Tracking und Wiederholungsmanager. Besonders hervorzuheben: Alle Kurse sind speziell auf die jeweilige Ausgangssprache zugeschnitten. Wer Deutsch spricht und Spanisch lernt, bekommt andere Erklärungen als ein englischsprachiger Lernender.

Babbel auf einen Blick

  • Gründung: 2007 in Berlin – Pionier der Sprachlern-Apps.
  • Sprachen: 14 Sprachen, alle Kurse von Sprachwissenschaftlern erstellt.
  • Lernmethode: Strukturierter Grammatikkurs mit dialogbasiertem Lernen und Spaced Repetition.
  • Kurstiefe: Inhalte bis GER-Niveau B2 – deutlich tiefer als die meisten Konkurrenten.
  • Lektionsdauer: 10–15 Minuten pro Einheit – ideal für fokussierte Lerneinheiten.
  • Abo-Vorteil: Jedes Abo gibt Zugang zu allen 14 Sprachen gleichzeitig.

Welche Sprachen werden angeboten?

Memrise bietet mehr als 34 Sprachen an – darunter auch exotischere Optionen wie Mongolisch, Slowenisch oder Yoruba. Allerdings hängt die Auswahl stark von deiner Ausgangssprache ab: Mit Englisch stehen dir 34 Sprachen offen, mit Deutsch als Basis nur 9 (Englisch, Spanisch, Französisch, Russisch, Koreanisch, Italienisch, Japanisch, Türkisch und Chinesisch). Wer seltenere Sprachen lernen will, kommt um Englisch als Ausgangssprache nicht herum.

Babbel konzentriert sich auf 14 Lernsprachen – darunter die wichtigsten europäischen Sprachen plus Indonesisch und Türkisch. Alle 14 Sprachen sind seit Oktober 2025 in jedem Abo enthalten und auch von Deutsch aus verfügbar. Das kleinere Angebot hat einen Vorteil: Jeder einzelne Kurs ist durchstrukturiert und bis B2 ausgebaut. Bei Babbel gilt außerdem: Ein Abo, alle Sprachen – du kannst beliebig zwischen den 14 Sprachen wechseln.

KriteriumMemriseBabbel
Gesamtanzahl Sprachen34+14
Sprachen mit Deutsch als Ausgangssprache914
Sprachen mit Englisch als Ausgangssprache3414

Memrise gewinnt bei der reinen Zahl – aber nur, wenn du Englisch als Basis nutzt. Babbel bietet von Deutsch aus das breitere und vor allem tiefere Angebot.

Preise und Abos im Vergleich

Preise von Memrise

Memrise bietet eine kostenlose Version mit eingeschränktem Zugang – du kannst ausgewählte Lektionen und Wiederholungen nutzen, aber Videos und der KI-Chatpartner bleiben gesperrt. Für den vollen Funktionsumfang brauchst du Memrise Pro. Es gibt drei Abo-Optionen: Monatsabo, Jahresabo und Lifetime-Zugang. Eine Geld-zurück-Garantie wird nicht explizit beworben, allerdings kannst du über App-Store-Richtlinien innerhalb der ersten Tage stornieren. Familienpläne bietet Memrise aktuell nicht an.

  • Monatsabo: 17,99 €/Monat
  • Jahresabo: 84,00 € (ca. 6,99 €/Monat)
  • Lifetime-Zugang: 249,99 € (einmalige Zahlung)

Hinweis: Die Preise können je nach Plattform (iOS, Android, Web) und Aktionszeitraum leicht variieren. Memrise schaltet regelmäßig Rabattaktionen.

Preise von Babbel

Babbel lässt dich die erste Lektion jedes Kurses kostenlos testen – danach ist ein Abo nötig. Es gibt vier Optionen: 3-Monats-, 6-Monats-, Jahresabo und Lifetime-Zugang. Großer Vorteil: Jedes Babbel-Abo gibt dir Zugang zu allen 14 Sprachen gleichzeitig. Die 20-tägige Geld-zurück-Garantie schafft zusätzliche Sicherheit. Einen separaten Familienplan gibt es nicht, aber der Lifetime-Zugang wird häufig stark reduziert angeboten.

  • 3-Monats-Abo: 53,97 € (17,99 €/Monat)
  • 6-Monats-Abo: 83,94 € (13,99 €/Monat)
  • Jahresabo: 107,88 € (8,99 €/Monat)
  • Lifetime-Zugang: 299,99 € (einmalige Zahlung)

Hinweis: Alle Babbel-Abos geben Zugang zu sämtlichen 14 Sprachen – du musst dich nicht auf eine festlegen. Babbel bietet regelmäßig bis zu 50 % Rabatt an.

Abo-OptionMemriseBabbel
Kostenlose VersionJa (eingeschränkt)Erste Lektion kostenlos
Monatsabo17,99 €/Monat17,99 €/Monat (im 3-Monats-Abo)
6-Monats-Abo83,94 € (13,99 €/Monat)
Jahresabo84,00 € (6,99 €/Monat)107,88 € (8,99 €/Monat)
Lifetime-Zugang249,99 €299,99 €

Memrise ist im Jahresabo rund 24 € günstiger als Babbel – beim Lifetime-Zugang ist Babbel je nach laufender Aktion sogar günstiger oder gleich teuer. Allerdings bekommst du bei Babbel alle 14 Sprachen im Paket und umfangreichere Kursinhalte. Unterm Strich bietet Babbel mehr Inhalt pro Euro, Memrise den niedrigeren Einstiegspreis.

Sprachkurse und Lektionen im Vergleich

Lektionen bei Memrise

Memrise gliedert seine Kurse in thematische Level – etwa „Grundlagen”, „Smalltalk” oder „Unterwegs”. Jede Lektion dauert nur 3–5 Minuten und ist damit perfekt für zwischendurch. Der typische Ablauf: Du lernst zunächst neue Wörter per Karteikarte, siehst dann ein kurzes Video, in dem ein Muttersprachler das Wort oder den Satz in einer realen Situation verwendet.

Danach folgen Übungen: Multiple-Choice, Tipp-Eingabe, Zuordnungen oder Hörverständnis. Spaced Repetition sorgt dafür, dass schwierige Wörter häufiger wiederholt werden – das System merkt sich genau, was du gut und was du schlecht kannst. Grammatik wird kaum erklärt, stattdessen sollst du Muster durch Wiederholung intuitiv erkennen. Der MemBot ergänzt das Angebot als KI-Gesprächspartner für simulierte Dialoge.

Lektionen bei Babbel

Babbel strukturiert seine Kurse nach dem GER (Gemeinsamer Europäischer Referenzrahmen) von A1 bis B2. Jede Lektion dauert 10–15 Minuten und verfolgt ein klares Lernziel – z. B. „Im Restaurant bestellen” oder „Über die Vergangenheit sprechen”. Der Aufbau ist klassisch didaktisch: Neue Vokabeln werden eingeführt, dann in Dialogen angewandt, anschließend folgen Lückentexte, Zuordnungsübungen und Sprechtraining. Grammatikregeln tauchen als kurze, verständliche Einblendungen auf – etwa eine Konjugationstabelle mitten in der Übung. Babbels Wiederholungsmanager arbeitet ebenfalls mit Spaced Repetition und erinnert dich gezielt an Vokabeln, die aufgefrischt werden müssen. Zusatzkurse wie „Hören & Sprechen”, „Business-Englisch” oder „Grammatik” erweitern den Standardkurs. Das Ergebnis: ein Rundumpaket, das alle vier Sprachfertigkeiten (Lesen, Schreiben, Hören, Sprechen) systematisch abdeckt.

Welche Lektionen sind besser? Das hängt von deinem Lerntyp ab. Memrise ist ideal, wenn du schnelle Häppchen bevorzugst und Vokabeln durch echten Sprachkontakt aufsaugen willst – perfekt für die U-Bahn. Babbel eignet sich besser, wenn du Grammatik wirklich verstehen willst und bereit bist, 15 Minuten konzentriert zu lernen. Für den klassischen Vokabeltrainer App Vergleich gewinnt Memrise, für den strukturierten Sprachkurs Babbel.

Vor- und Nachteile im Überblick

Vorteile von Memrise

  • Authentische Muttersprachler-Videos: Tausende kurze Clips zeigen echte Menschen in realen Situationen – das schult das Hörverstehen wie keine andere App.
  • Riesiges Sprachangebot: 34+ Sprachen, darunter auch exotische Optionen wie Yoruba oder Mongolisch.
  • Kurze Lektionen: 3–5 Minuten pro Einheit – ideal für Lernen in der Pause oder unterwegs.
  • KI-Chatpartner: Der MemBot simuliert echte Gespräche und bietet eine risikofreie Sprechübung.
  • Starke Spaced Repetition: Das Wiederholungssystem ist ausgereift und sorgt für nachhaltiges Vokabellernen.

Nachteile von Memrise

  • Kaum Grammatik: Wer Regeln und Strukturen erklärt bekommen möchte, sucht hier vergeblich.
  • Eingeschränkt auf Deutsch: Nur 9 Sprachen von Deutsch aus lernbar – für mehr brauchst du Englisch als Basis.
  • Geringe Kurstiefe: Die Inhalte decken maximal Niveau B1 ab – für Fortgeschrittene wird es schnell dünn.
  • Wenig Schreibübungen: Freie Textproduktion fehlt fast komplett.

Vorteile von Babbel

  • Strukturierter Lehrplan: Von Sprachwissenschaftlern entwickelt, klar aufgebaut von A1 bis B2 – du weißt immer, wo du stehst.
  • Grammatik verständlich integriert: Regeln werden im Kontext erklärt, nicht als trockene Theorie.
  • Alle Sprachen in einem Abo: Egal welches Abo du wählst – du hast Zugang zu allen 14 Sprachen.
  • Vielfältige Übungstypen: Dialoge, Lückentexte, Sprechübungen, Hörverständnis und Zusatzkurse sorgen für Abwechslung.
  • Geld-zurück-Garantie: 20 Tage Rückgaberecht – risikofrei testen.
  • Auf Deutsch optimiert: Alle 14 Sprachkurse sind speziell auf deutschsprachige Lernende zugeschnitten.

Nachteile von Babbel

  • Nur 14 Sprachen: Das Angebot ist überschaubar – seltene Sprachen fehlen komplett.
  • Wenig Gamification: Wer spielerische Motivation braucht, wird sich bei Babbel schneller langweilen.
  • Kein KI-Chatpartner: Simulierte Gespräche mit einer KI gibt es bisher nicht.
  • Höherer Preis im Jahresabo: Mit 107,88 € pro Jahr rund 24 € teurer als Memrise.
KategorieMemriseBabbel
Sprachangebot✅ 34+ Sprachen⚠️ 14 Sprachen
Lernmethodik⚠️ Immersion, kaum Grammatik✅ Strukturiert, mit Grammatik
Gamification✅ Punkte, Streaks, Bestenlisten❌ Minimal
KI-Features✅ MemBot (KI-Chat)❌ Nicht vorhanden
Preis-Leistung✅ Günstiger im Jahresabo✅ Mehr Inhalt pro Euro
Für wen geeignet?Vokabel-Fans, Entdecker, ReisendeStrukturierte Lerner, Grammatik-Fans, Business

Mein Fazit: Memrise oder Babbel?

Memrise und Babbel verfolgen grundverschiedene Ansätze. Memrise setzt auf echte Muttersprachler-Videos, schnelle Häppchen und intuitive Immersion – du tauchst in die Sprache ein, ohne viel über Regeln nachzudenken. Babbel liefert einen durchstrukturierten Kurs mit klarem Lehrplan, Grammatik-Erklärungen und tiefergehenden Inhalten bis B2. Beide nutzen Spaced Repetition, aber auf sehr unterschiedliche Weise.

Memrise ist besser, wenn du Sprachen durch echten Kontakt mit Muttersprachlern lernen willst, kurze Lerneinheiten bevorzugst und dich für exotische Sprachen interessierst. Babbel ist besser, wenn du Grammatik systematisch aufbauen möchtest, klare Lernziele brauchst und Wert auf einen wissenschaftlich fundierten Kurs legst – etwa für berufliche Zwecke oder eine Prüfungsvorbereitung.

Meine persönliche Einschätzung: Für Anfänger, die erstmal ins kalte Wasser springen wollen, ist Memrise der coolere Einstieg. Für alle, die wirklich eine Sprache beherrschen wollen, führt an Babbel kaum ein Weg vorbei. Am besten? Beide kostenlos antesten – und dann entscheiden. Los geht’s!

Häufig gestellte Fragen zu Memrise und Babbel

Was ist der Hauptunterschied zwischen Memrise und Babbel?

Memrise und Babbel verfolgen grundverschiedene Ansätze. Memrise setzt auf Immersion mit Tausenden Videoclips echter Muttersprachler und Spaced Repetition – das schult vor allem Hörverstehen und Wortschatz. Babbel hingegen bietet einen strukturierten, didaktisch aufgebauten Sprachkurs mit klarem Grammatikfokus, entwickelt von über 150 Sprachwissenschaftlern. Memrise ist ideal für Vokabel- und Reisefans, Babbel für alle, die systematisch eine Sprache erlernen möchten.

Was kostet das Jahresabo bei Memrise vs. Babbel im Jahr 2026?

Memrise Pro kostet im Jahresabo ca. 83,88 € (6,99 €/Monat), Babbel liegt bei 107,88 € (8,99 €/Monat). Memrise ist damit pro Jahr rund 24 € günstiger. Bei Babbel sind seit Oktober 2025 jedoch alle 14 Sprachen im Abo enthalten – bei Memrise Pro ebenfalls. Wichtig: Wer über die App-Stores bucht, zahlt bis zu 30 % mehr. Direkt über die Anbieter-Websites ist günstiger.

Wie viele Sprachen bieten Memrise und Babbel auf Deutsch an?

Babbel bietet alle 14 Lernsprachen mit Deutsch als Ausgangssprache an – seit Oktober 2025 sogar alle in jedem Abo enthalten. Memrise stellt mit Deutsch als Basis nur 9 Sprachen bereit: Englisch, Spanisch, Französisch, Italienisch, Japanisch, Koreanisch, Chinesisch, Russisch und Türkisch. Wer mit Englisch als Ausgangssprache lernt, hat bei Memrise rund 34 Sprachen zur Auswahl, darunter exotische wie Mongolisch oder Yoruba.

Babbel oder Memrise – welche App ist besser für absolute Anfänger?

Beide Apps eignen sich für Anfänger. Babbel ist tendenziell zugänglicher, weil Grammatik klar erklärt und ein strukturierter Lehrplan vorgegeben wird. Memrise punktet mit kurzen 3–5-Minuten-Lektionen und echten Muttersprachler-Videos – unterhaltsamer und alltagsnäher. Eine Studie der CUNY und University of South Carolina zeigt: Babbel-Anfänger erreichten nach 15 Stunden das Niveau eines College-Semesters Spanisch.

Bis zu welchem Niveau (GER) kann ich mit Memrise bzw. Babbel lernen?

Memrise reicht typischerweise bis zum A2- bis B1-Niveau. Für höhere Niveaus fehlt schlicht der Inhalt. Babbel deckt die meisten Sprachen bis B2 ab, bei Englisch und Spanisch sogar bis C1. Wer ein Sprachzertifikat (DELE, DELF, Cambridge) anstrebt oder C1/C2 erreichen will, sollte zusätzlich Live-Unterricht (z. B. Lingoda oder Preply) nutzen. Keine der beiden Apps macht dich allein fließend.

Welche App hat die bessere Lernmethodik – Memrise oder Babbel?

Beide nutzen Spaced Repetition (zeitlich optimierte Wiederholungen), setzen es aber unterschiedlich ein. Memrise kombiniert es mit Immersion durch Muttersprachler-Videos – ideal für Hörverstehen. Babbel verbindet Spaced Repetition mit didaktisch aufgebauten Lektionen, in denen Grammatik im Kontext erklärt wird. Eine Babbel-Effizienzstudie (CUNY/USC, 2016) bestätigt die Wirksamkeit – für Memrise existiert keine vergleichbare unabhängige Studie.

Bietet Memrise oder Babbel mehr Grammatikinhalte?

Eindeutig Babbel. Die App vermittelt Grammatikregeln systematisch und im Kontext – etwa Konjugationstabellen direkt in Übungen eingebettet. Memrise vernachlässigt Grammatik weitgehend; das Konzept setzt auf intuitives Mustererkennen durch Wiederholung. Wer Regeln verstehen will, braucht bei Memrise eine Ergänzung. Für Lerner, die mit Sprachgefühl statt Theorie weiterkommen, kann Memrise dennoch ausreichen.

Kann ich Memrise und Babbel kostenlos testen?

Ja, beide Apps bieten Gratis-Optionen, allerdings unterschiedlich. Memrise hat eine dauerhaft kostenlose Version mit Zugang zu Basislektionen – Muttersprachler-Videos und der KI-Chatbot MemBot bleiben gesperrt. Bei Babbel kannst du die erste Lektion jedes Kurses gratis testen. Babbel bietet zudem eine 20-tägige Geld-zurück-Garantie. Für ernsthaftes Lernen brauchst du bei beiden Apps ein kostenpflichtiges Abo.

Welche App eignet sich besser für Reisende und Urlaubslerner?

Memrise hat hier die Nase vorn. Die kurzen 3–5-Minuten-Lektionen, der Offline-Modus und die Tausenden Videoclips von echten Muttersprachlern in Alltagssituationen machen Memrise zum idealen Reisebegleiter – du lernst genau die Phrasen, die du am Flughafen, im Restaurant oder beim Smalltalk brauchst. Babbel funktioniert ebenfalls offline, ist aber weniger auf Reise-Quick-Wins ausgelegt und investiert mehr Zeit in Grammatik.

Hat Memrise oder Babbel den besseren KI-Chatpartner?

Memrise bietet seit 2023 den MemBot, einen KI-Chatbot für simulierte Dialoge in Alltagsszenarien wie „Im Restaurant bestellen”. Babbel hat mit „Babbel Speak” (eingeführt 2025) eine eigene KI-basierte Sprachpraxis-Funktion und gibt Aussprachefeedback. Beide Tools ersetzen keinen echten Gesprächspartner – für intensives Sprechtraining empfiehlt sich ein Tutor über Preply oder eine Tandem-App.

Lohnt sich der Lifetime-Zugang bei Memrise oder Babbel mehr?

Memrise Lifetime kostet regulär 249,99 €, Babbel Lifetime liegt bei 239,99 €–299,99 € je nach Aktion (häufig stark rabattiert, z. B. auf rund 204 €). Bei Memrise sind alle 34 Sprachen enthalten, bei Babbel alle 14 – dafür mit deutlich mehr Tiefe (bis B2/C1). Wer mehrere Jahre lernen will und exotische Sprachen sucht, fährt mit Memrise besser. Wer auf Niveau und Struktur setzt, bei Babbel.

Kann ich Memrise und Babbel parallel nutzen?

Ja, viele Lerner kombinieren beide Apps gezielt. Babbel übernimmt die Grammatik und den strukturierten Aufbau, Memrise liefert authentisches Hörverstehen und Vokabeltraining durch Muttersprachler-Videos. Diese Kombination gleicht die jeweiligen Schwächen aus: Babbels weniger spielerischer Ansatz und Memrises fehlende Grammatik-Erklärungen. Für rund 17 € monatlich (Jahresabos beider Apps zusammen) erhältst du ein nahezu vollständiges Lernpaket.

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