In Kürze: Mondly setzt auf KI-Chatbots, AR-Erlebnisse und kurze, gamifizierte Lektionen in über 40 Sprachen – ideal für Einsteiger mit wenig Zeit. Memrise punktet mit Videos von echten Muttersprachlern und kontextbasiertem Lernen, bietet aber mit Deutsch als Ausgangssprache nur 9 Sprachen. Wer den besseren Sprachlern App Vergleich für sich macht, hängt vom persönlichen Lernstil ab.
Mondly vs Memrise – zwei Sprachlern-Apps, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Mondly, 2013 in Rumänien gegründet, gehört seit 2022 zur Pearson-Gruppe und lockt über 140 Millionen Nutzer mit KI-Chatbots und Augmented Reality in mehr als 40 Sprachen. Memrise startete 2010 in London, zählt rund 80 Millionen Lernende und wirbt mit einem einzigartigen Ansatz: Tausende Videos von echten Muttersprachlern statt synthetischer Stimmen. Doch welche App bringt dich wirklich weiter – der Roboter oder der Mensch vor der Kamera? In diesem Vergleich erfährst du, wo sich Mondly oder Memrise lohnt, was die Apps konkret kosten und welche Stärken und Schwächen sie haben. Spoiler: Es gibt keinen klaren Gesamtsieger – aber einen klaren Sieger für deinen Lerntyp.
So habe ich Mondly und Memrise getestet
Ich bin Laura Schneider, Redakteurin bei BILD für den Bereich „Sprachen lernen“ und teste seit über fünf Jahren Sprachlern-Apps im Alltag. Für diesen Mondly vs Memrise Vergleich habe ich beide Apps jeweils vier Wochen lang genutzt – auf dem iPhone 16, einem Samsung Galaxy S24 und am Desktop. Getestet habe ich Spanisch und Französisch, jeweils von A1 bis zum höchsten verfügbaren Niveau. Beide Premium-Versionen lagen auf dem Prüfstand.
Meine Bewertungskriterien
- Sprachangebot und Niveaus: Wie viele Sprachen stehen zur Auswahl? Welche Niveaustufen (A1–C1) werden abgedeckt, und gibt es Einstufungstests?
- Kursaufbau und Übungstypen: Wie sind die Lektionen strukturiert? Gibt es Abwechslung bei den Übungsformaten – von Lückentexten über Hörverständnis bis hin zu freiem Sprechen?
- Fokusbereiche: Liegt der Schwerpunkt auf Grammatik, Vokabeln, Aussprache oder Konversation? Werden alle vier Kernkompetenzen (Hören, Sprechen, Lesen, Schreiben) trainiert?
- Usability & Technik: Wie intuitiv ist die Bedienung? Funktioniert die Spracherkennung zuverlässig, und gibt es einen Offline-Modus?
- Preise und Preis-Leistung: Was kosten die Abos konkret? Gibt es eine kostenlose Version, Lifetime-Optionen oder Geld-zurück-Garantien?
Mondly vs Memrise: Überblick
Bevor wir ins Detail gehen, hier die wichtigsten Eckdaten beider Apps auf einen Blick. Die folgende Tabelle zeigt dir die Kernunterschiede in diesem Sprachlern App Vergleich.
| Kriterium | Mondly | Memrise |
|---|---|---|
| Gründungsjahr | 2013 | 2010 |
| Anzahl Sprachen | 41 | 34 |
| Sprachniveaus | A1–B2 | A1–B2 |
| Lektionsdauer | 5–10 Minuten | 5–15 Minuten |
| Lernmethodik | KI-Chatbot, AR, Gamification | Muttersprachler-Videos, Spaced Repetition |
| Kostenlose Version | Ja (1 Lektion/Tag) | Ja (eingeschränkt) |
| Preisspanne | 5,19–12,99 €/Monat | 5,84–21,99 €/Monat |
| Besonderheiten | AR-Lektionen, KI-Gespräche, Pearson-Zertifikate | Videos echter Muttersprachler, KI-gestützter Chatpartner „MemBot“ |
Mondly bietet mehr Sprachen und liegt beim Preis vorn – besonders das Lifetime-Angebot ist deutlich günstiger. Memrise kontert mit authentischen Videoinhalten und einem stärkeren Fokus auf echte Alltagssprache. Beim Sprachniveau nehmen sich beide nicht viel: Über B2 hinaus kommst du mit keiner der beiden Apps.
Mondly im Überblick
Mondly wurde 2013 von ATi Studios im rumänischen Brașov gegründet und gehört seit 2022 zum britischen Bildungsriesen Pearson. Die App richtet sich an Anfänger und leicht Fortgeschrittene, die schnell alltagstaugliche Sätze lernen wollen. Die Grundphilosophie: Kurze, spielerische Einheiten statt trockener Grammatiklektionen. Mondly kombiniert Spaced Repetition mit kontextuellem Lernen – du lernst Wörter und Phrasen in ganzen Sätzen, nicht isoliert.
Jede Lektion dauert rund 5 bis 10 Minuten und mixt verschiedene Übungstypen: Vokabel-Zuordnungen per Drag-and-Drop, Lückentexte, Hörverständnis-Aufgaben und kurze Dialogübungen. Besonders auffällig sind die Sprechübungen mit Spracherkennung – du sagst einen Satz ins Mikrofon und bekommst sofort Feedback. In einer typischen Spanisch-Lektion zum Thema „Restaurant“ übst du z.B. erst einzelne Wörter wie „la cuenta“ (die Rechnung), baust dann Sätze und führst am Ende einen simulierten Dialog mit dem Kellner. Eine Einheit ist locker in der Mittagspause erledigt.
Das technische Highlight: Mondly bietet AR-Lektionen (Augmented Reality), in denen ein virtueller Lehrer vor dir im Raum steht – derzeit allerdings nur auf ausgewählten Geräten. Der KI-Chatbot simuliert Alltagsgespräche und passt sich deinem Niveau an. Offline-Modus ist vorhanden, Gamification-Elemente wie Tagesquiz, Ranglisten und Streaks halten die Motivation hoch. Seit der Pearson-Übernahme gibt es außerdem Zugang zu Benchmark-Tests nach dem Global Scale of English.
Mondly auf einen Blick
- Sprachen: 41 Sprachen verfügbar, darunter auch seltene wie Hindi, Persisch oder Hebräisch.
- Lektionsdauer: 5–10 Minuten pro Einheit – perfekt für zwischendurch.
- KI-Chatbot: Simuliert freie Gespräche und reagiert auf deine Antworten in Echtzeit.
- AR-Modus: Augmented-Reality-Lektionen mit virtuellem Lehrer – einzigartig auf dem Markt.
- Offline-Modus: Lektionen lassen sich herunterladen und ohne Internet nutzen.
- Pearson-Integration: Zugang zu standardisierten Sprachtests und Zertifizierungen.

Memrise im Überblick
Memrise wurde 2010 vom Gedächtniskünstler Ed Cooke und dem Neurowissenschaftler Greg Detre in London gegründet. Ursprünglich als Flashcard-Plattform gestartet, hat sich die App zu einem vollwertigen Sprachkurs mit einzigartigem Videokonzept entwickelt. Die Zielgruppe: Lernende, die echte Alltagssprache verstehen wollen – so wie sie auf der Straße gesprochen wird, nicht im Lehrbuch. Memrise baut auf wissenschaftlich fundiertes Spaced Repetition und verbindet es mit dem Prinzip „Learn from Locals“.
Das Herzstück sind Tausende kurze Videoclips von echten Muttersprachlern aus verschiedenen Ländern, Altersgruppen und Dialekten. Du hörst nicht eine einzige Stimme – du hörst Dutzende. In einer Französisch-Lektion zum Thema „Einkaufen“ siehst du z.B. eine Frau aus Paris, die „C’est combien?“ fragt, und einen Mann aus Marseille, der denselben Satz mit südfranzösischem Akzent spricht. Daneben gibt es klassische Vokabelübungen, Multiple-Choice-Fragen, Tipp-Übungen und Hörverständnis-Aufgaben. Lektionen dauern zwischen 5 und 15 Minuten, je nachdem wie viele Wiederholungen anstehen.
Technisch hat Memrise 2024/2025 stark nachgelegt: Der „MemBot“ ist ein KI-gestützter Chatpartner, mit dem du in verschiedenen Szenarien (Restaurant, Flughafen, Arztbesuch) frei kommunizieren kannst. Die Spracherkennung funktioniert solide, ein Offline-Modus ist in der Premium-Version verfügbar. Gamification-Elemente sind dezenter als bei Mondly – es gibt Punkte und Streaks, aber keine AR-Spielereien. Die große Stärke bleibt die Authentizität: Kein anderer Anbieter zeigt dir so konsequent, wie echte Menschen wirklich sprechen.
Memrise auf einen Blick
- Sprachen: 34 Sprachen verfügbar, Fokus auf die meistgelernten Weltsprachen.
- Muttersprachler-Videos: Tausende Clips von echten Menschen – verschiedene Akzente, Dialekte und Sprechgeschwindigkeiten.
- MemBot: KI-Chatpartner für szenariobasierte Konversationen in der Zielsprache.
- Spaced Repetition: Wissenschaftlich optimierter Wiederholungsalgorithmus für langfristiges Behalten.
- Offline-Modus: Premium-Nutzer können Lektionen herunterladen.

Welche Sprachen werden angeboten?
Mondly bietet insgesamt 41 Sprachen an – darunter gängige wie Englisch, Spanisch und Französisch, aber auch exotischere Optionen wie Persisch, Hindi, Vietnamesisch oder Hebräisch. Egal welche Ausgangssprache du nutzt, das volle Angebot steht dir offen. Alle Abo-Pläne geben Zugang zu sämtlichen Sprachen gleichzeitig.
Memrise listet 34 Sprachen, deckt damit aber die weltweit meistgelernten ab. Der Haken: Mit Deutsch als Ausgangssprache stehen dir nur 9 Sprachen zur Verfügung – Englisch, Spanisch, Französisch, Russisch, Koreanisch, Italienisch, Japanisch, Türkisch und Chinesisch. Wer Englisch als Ausgangssprache wählt, hat Zugriff auf 34 Sprachen. Das ist ein klarer Nachteil für deutschsprachige Lernende, die z.B. Arabisch oder Portugiesisch lernen möchten.
| Kriterium | Mondly | Memrise |
|---|---|---|
| Gesamtanzahl Sprachen | 41 | 34 |
| Sprachen mit Deutsch als Ausgangssprache | 41 | 9 |
| Sprachen mit Englisch als Ausgangssprache | 41 | 34 |
Mondly gewinnt das Sprachduell klar – vor allem für deutschsprachige Nutzer. Bei Memrise bist du praktisch gezwungen, auf Englisch als Ausgangssprache umzusteigen, wenn du über die neun Kernsprachen hinaus lernen willst.
Preise und Abos im Vergleich
Preise von Mondly
Mondly bietet eine kostenlose Version mit einer Lektion pro Tag – genug zum Reinschnuppern, aber zu wenig für ernsthaftes Lernen. Wer den vollen Umfang will, greift zum Premium-Abo. Besonders attraktiv: Das Lifetime-Angebot für einmalig ab ca. 100 € schaltet alle 41 Sprachen dauerhaft frei. Jedes Abo beinhaltet Zugang zu sämtlichen Sprachen – du bezahlst also nicht pro Sprache. Mondly bietet regelmäßig Rabattaktionen mit bis zu 70 % Ersparnis an. Eine 7-tägige kostenlose Testphase ist verfügbar.
- Monatsabo: 12,99 €/Monat
- Jahresabo: 62,32 € gesamt (5,19 €/Monat)
- Lifetime-Zugang: ab ca. 100 € einmalig (alle Sprachen, lebenslang, variiert je nach Aktion)
Hinweis: Alle Mondly-Abos geben Zugang zu allen 41 Sprachen gleichzeitig. Du kannst jederzeit zwischen Sprachen wechseln, ohne extra zu zahlen.
Preise von Memrise
Memrise hat ebenfalls eine kostenlose Version, die allerdings stark eingeschränkt ist – viele Videoinhalte und der MemBot bleiben Premium-Nutzern vorbehalten. Die Premium-Abos bieten Zugang zu allen Sprachen, allen Videoclips, dem Offline-Modus und dem KI-Chatpartner. Das Lifetime-Angebot liegt bei 254,99 €, kann aber bei Aktionen auf bis zu 89,25 € sinken. Ein 3- oder 6-Monats-Abo gibt es derzeit nicht. Eine kostenlose Testphase von 7 Tagen wird angeboten.
- Monatsabo: 21,99 €/Monat
- Jahresabo: 69,99 € gesamt (5,84 €/Monat)
- Lifetime-Zugang: 254,99 € einmalig
Hinweis: Memrise bietet aktuell kein 3- oder 6-Monats-Abo an. Die Preise können je nach Plattform (App Store vs. Web) leicht variieren.
| Abo-Option | Mondly | Memrise |
|---|---|---|
| Kostenlose Version | Ja (1 Lektion/Tag) | Ja (eingeschränkt) |
| Monatsabo | 12,99 €/Monat | 21,99 €/Monat |
| Jahresabo | 62,32 € (5,19 €/Monat) | 69,99 € (5,84 €/Monat) |
| Lifetime-Zugang | ab ca. 100 € | ca. 254,99 € |
| Familien-/Gruppenplan | Nicht verfügbar | Nicht verfügbar |
Mondly ist in jeder Preiskategorie günstiger – beim Lifetime-Zugang etwas billiger. Wer nur ein paar Monate testen will, spart mit dem Mondly-Jahresabo am meisten. Memrise rechtfertigt den Aufpreis mit seinen exklusiven Muttersprachler-Videos, aber rein preislich hat Mondly klar die Nase vorn.
Sprachkurse und Lektionen im Vergleich
Lektionen bei Mondly
Mondly organisiert seine Kurse in thematische Module wie „Familie“, „Reisen“ oder „Arbeit“, die jeweils mehrere Lektionen enthalten. Jedes Modul ist in aufsteigende Schwierigkeitsstufen unterteilt – du arbeitest dich von einfachen Vokabeln zu komplexen Sätzen hoch. Eine typische Lektion startet mit neuen Wörtern, die du per Bild-Zuordnung lernst, gefolgt von Lückentexten und Hörverständnis-Aufgaben. Am Ende steht meist eine Dialogübung, in der du mit dem KI-Chatbot ein Gespräch führst. Die Spracherkennung bewertet deine Aussprache in Echtzeit, auch wenn sie bei komplexeren Sätzen manchmal zu großzügig ist. Spaced Repetition sorgt dafür, dass schwierige Vokabeln häufiger wiederholt werden. Das tägliche Quiz und die wöchentliche Challenge bringen zusätzliche Wiederholung ins System.

Lektionen bei Memrise
Memrise gliedert seine Kurse in Level, die jeweils 10–20 neue Wörter oder Phrasen einführen. Der Clou: Jede neue Vokabel wird durch ein kurzes Video eines Muttersprachlers eingeführt – du siehst und hörst, wie echte Menschen den Ausdruck verwenden. Danach folgen Multiple-Choice-Fragen, Tipp-Übungen und „Schwierige Wörter“-Sessions, in denen der Algorithmus gezielt deine Schwachstellen ansteuert. Der MemBot ergänzt das Ganze mit szenariobasierten Gesprächen: Du wählst z.B. das Szenario „Im Café“ und chattest frei in der Zielsprache. Besonders gut gefallen hat mir die „Immerse“-Funktion, bei der du Videoclips mit Untertiteln schaust und einzelne Wörter antippen kannst, um sie zu speichern. Das Wiederholungssystem basiert auf einem ausgefeilten Spaced-Repetition-Algorithmus, der sich deinem Lerntempo anpasst. Insgesamt fühlen sich die Lektionen weniger wie ein Spiel an, dafür näher an echtem Sprachkontakt.

Für visuelle und auditive Lerntypen, die echte Akzente hören wollen, hat Memrise die besseren Lektionen. Mondly eignet sich besser für Lernende, die strukturierte, kurze Einheiten mit klarem Spielcharakter bevorzugen. Beide Apps trainieren alle vier Kernkompetenzen – Mondly legt aber mehr Wert auf Sprechen, Memrise mehr auf Hörverständnis.
Vor- und Nachteile im Überblick
Vorteile von Mondly
- Riesiges Sprachangebot: 41 Sprachen – darunter viele, die andere Apps nicht abdecken, wie Persisch, Hebräisch oder Vietnamesisch.
- KI-Chatbot: Die Konversationsübungen simulieren echte Gesprächssituationen und reagieren flexibel auf deine Antworten.
- AR-Lektionen: Als einzige große Sprachlern-App bietet Mondly Augmented-Reality-Unterricht – ein echtes Alleinstellungsmerkmal.
- Unschlagbarer Lifetime-Preis: ab ca. 100 € für alle Sprachen, lebenslang – günstiger geht es kaum.
- Kurze Lektionen: 5–10 Minuten pro Einheit passen in jede Mittagspause.
Nachteile von Mondly
- Oberflächliche Grammatik: Grammatikregeln werden kaum explizit erklärt – du lernst sie „nebenbei“, was nicht für jeden funktioniert.
- Begrenztes Niveau: Über B2 hinaus bietet Mondly wenig – für Fortgeschrittene wird es schnell zu einfach.
- Spracherkennung nicht perfekt: Bei längeren Sätzen oder starkem Akzent akzeptiert die Erkennung auch fehlerhafte Aussprache.
- Keine echten Muttersprachler: Alle Audioinhalte sind computergenerierten oder von einzelnen Sprechern – keine Dialektvielfalt.
Vorteile von Memrise
- Echte Muttersprachler-Videos: Tausende Clips mit verschiedenen Akzenten und Sprechtempos bereiten dich auf reale Gespräche vor.
- Hervorragendes Hörverständnis: Du trainierst dein Ohr an echte Sprechweisen – nicht an Lehrbuch-Audio.
- Starker Wiederholungsalgorithmus: Das Spaced-Repetition-System gehört zu den besten auf dem Markt.
- MemBot: Der KI-Chatpartner bietet szenariobasierte Konversationen mit hilfreichem Feedback.
- Alltagsnahe Inhalte: Du lernst Slang, idiomatische Wendungen und echte Umgangssprache – nicht nur formelle Floskeln.
Nachteile von Memrise
- Eingeschränktes Sprachangebot auf Deutsch: Nur 9 Sprachen mit Deutsch als Ausgangssprache – ein echtes Problem für viele Lernende.
- Höherer Preis: Sowohl beim Monats- als auch beim Lifetime-Abo deutlich teurer als Mondly.
- Wenig Grammatikvermittlung: Wie bei Mondly fehlen explizite Grammatikerklärungen – du musst Regeln selbst ableiten.
- Kein AR-Modus: Technisch weniger innovativ als Mondly, keine Augmented-Reality-Funktionen.
| Kategorie | Mondly | Memrise |
|---|---|---|
| Sprachangebot | ✅ 41 Sprachen, alle ab Deutsch | ⚠️ 34 Sprachen, nur 9 ab Deutsch |
| Lernmethodik | ⚠️ KI-basiert, spielerisch, aber wenig Tiefe | ✅ Authentische Videos, alltagsnah |
| Gamification | ✅ Stark ausgeprägt (Streaks, Quizze, AR) | ⚠️ Dezent, weniger spielerisch |
| KI-Features | ✅ KI-Chatbot + AR-Lektionen | ✅ MemBot mit Szenario-Chats |
| Preis-Leistung | ✅ Günstiger in allen Abo-Modellen | ⚠️ Teurer, dafür einzigartige Videoinhalte |
| Für wen geeignet? | Anfänger, Vielsprachler, Sparfüchse | Hörverständnis-Fans, Reisende, authentisches Lernen |
Mein Fazit: Mondly oder Memrise?
Mondly vs Memrise ist kein Duell mit einem klaren K.o.-Sieger. Mondly punktet mit mehr Sprachen, günstigeren Preisen und innovativer Technik wie AR und KI-Chatbot. Memrise überzeugt mit authentischen Muttersprachler-Videos und einem Training, das dich auf echte Gespräche vorbereitet. Beide Apps teilen eine Schwäche: Für Fortgeschrittene ab B2 wird die Luft dünn.
Mondly ist besser, wenn du mehrere Sprachen gleichzeitig lernen willst, ein knappes Budget hast oder kurze, gamifizierte Einheiten bevorzugst. Memrise ist besser, wenn du vor allem dein Hörverständnis trainieren willst, dich auf eine Reise vorbereitest oder verstehen möchtest, wie echte Menschen in deiner Zielsprache reden – mit allen Akzenten und Nuancen.
Mein persönlicher Tipp: Nutze die kostenlose Version beider Apps für eine Woche und entscheide dann. Die beste Sprachlern-App ist immer die, die du auch wirklich jeden Tag öffnest. Also: weniger grübeln, mehr loslegen!
Häufig gestellte Fragen zu Mondly und Memrise
Mondly setzt auf KI-Chatbots, Augmented Reality und gamifizierte Lektionen in 41 Sprachen, alle mit Deutsch als Ausgangssprache lernbar. Memrise konzentriert sich auf Tausende Videos von echten Muttersprachlern und Spaced Repetition, bietet aber nur 9 Sprachen ab Deutsch (34 ab Englisch). Mondly ist günstiger und vielseitiger, Memrise punktet mit authentischem Hörverständnis-Training. Die Wahl hängt von deinem Lerntyp ab: spielerisch und multilingual oder fokussiert auf reale Aussprache.
Mondly ist beim Monats- und Jahresabo deutlich günstiger. Das Mondly-Monatsabo kostet 12,99 € gegenüber 21,99 € bei Memrise. Beim Jahresabo zahlst du bei Mondly ca. 59,99 € (5,19 €/Monat) gegenüber 69,99 € (5,84 €/Monat) bei Memrise. Beim Lifetime-Zugang sind beide Anbieter aktionsabhängig: Mondly startet ab ca. 100 €, Memrise liegt regulär bei 254,99 €, ist im Aktionspreis aber ab ca. 89,25 € verfügbar.
Hier gewinnt Mondly klar. Bei Mondly kannst du alle 41 Sprachen mit Deutsch als Ausgangssprache lernen – darunter auch Hindi, Persisch, Hebräisch oder Vietnamesisch. Bei Memrise stehen mit Deutsch als Ausgangssprache nur 9 Sprachen zur Verfügung: Englisch, Spanisch, Französisch, Italienisch, Japanisch, Koreanisch, Chinesisch, Russisch und Türkisch. Wer eine seltenere Sprache ab Deutsch lernen möchte, ist mit Mondly besser bedient.
Beide Apps eignen sich gut für Anfänger, mit unterschiedlichem Ansatz. Mondly bietet einen sanften Einstieg mit kurzen, spielerischen Lektionen von 5 bis 10 Minuten und einem KI-Chatbot, der sich deinem Niveau anpasst. Memrise setzt von Beginn an auf echte Muttersprachler-Videos – das ist anfangs fordernder, bereitet dich aber realistischer auf echte Gespräche vor. Für visuelle und auditive Lerntypen ist Memrise oft die bessere Wahl.
Memrise hat hier klar die Nase vorn. Mit Tausenden Videoclips von echten Muttersprachlern aus verschiedenen Ländern, Altersgruppen und Dialekten trainierst du dein Ohr an realer Sprache – nicht an Lehrbuch-Audio. Mondly nutzt dagegen synthetische Stimmen oder einzelne Sprecher ohne Dialektvielfalt. Wer sich auf eine Reise oder reale Konversationen vorbereiten will, profitiert vom authentischen Memrise-Ansatz deutlich mehr.
Beide bieten KI-gestützte Gesprächspartner, mit unterschiedlichen Stärken. Der Mondly-Chatbot simuliert freie Alltagsgespräche und reagiert flexibel auf deine Antworten in Echtzeit. Der MemBot von Memrise ist szenariobasiert: Du wählst Situationen wie „Im Restaurant“ oder „Am Flughafen“ und übst gezielt. Mondly fühlt sich offener an, Memrise strukturierter. Für freies Sprechen ist Mondly nützlicher, für gezieltes Üben konkreter Situationen Memrise.
Beide Apps decken die Niveaus A1 bis B1 ab, in Einzelfällen A2 bis B2. Eine Ausnahme bildet der Mondly-Englischkurs, der dank umfangreicher Mittelstufenmodule und Erklärvideos Inhalte bis B2/C1 bietet. Für höhere Niveaus (C1/C2) reichen weder Mondly noch Memrise aus. Wer fortgeschritten lernen oder sich auf offizielle Zertifikate vorbereiten will, sollte ergänzend Live-Plattformen wie Preply oder Lingoda nutzen.
Ja, beide Apps bieten einen Offline-Modus, allerdings nur in der jeweiligen Premium-Version. Du kannst Lektionen vorab herunterladen und ohne Internetverbindung lernen – ideal für Pendler im Zug, Reisende ohne stabiles WLAN oder zur Schonung des Datenvolumens. In den kostenlosen Versionen ist die Offline-Nutzung bei beiden Anbietern nicht verfügbar.
Beide Lifetime-Abos lohnen sich – aber unter unterschiedlichen Bedingungen. Mondly startet ab ca. 100 € und amortisiert sich nach etwa zwei Jahren gegenüber dem Jahresabo. Memrise kostet regulär 254,99 €, ist aber regelmäßig im Aktionspreis ab 89,25 € verfügbar – dann amortisiert es sich bereits nach gut einem Jahr. Beide Anbieter bieten besonders rund um Black Friday und Jahreswechsel deutlich reduzierte Preise.
Mondly eignet sich besonders für Vielsprachenlerner, Reisende und Sparfüchse, die spielerisch und kurz lernen wollen. Die AR-Lektionen und der KI-Chatbot machen die App technisch innovativ. Memrise passt zu Lernenden, die echte Aussprache trainieren, sich auf eine konkrete Reise vorbereiten oder Slang und idiomatische Wendungen lernen wollen. Visuelle und auditive Lerntypen blühen mit Memrise auf, strukturorientierte Anfänger mit Mondly.
Ja, beide Apps nutzen Spaced Repetition – das gezielte Wiederholen von Vokabeln kurz vor dem Vergessen. Eine Übersichtsarbeit im Fachjournal Nature Reviews Neuroscience (https://www.nature.com/articles/nrn.2015.18) bestätigt, dass verteiltes Lernen das Langzeitgedächtnis gegenüber Massenlernen deutlich verbessert. Memrise integriert das Prinzip systematischer in den Lernfluss, Mondly kombiniert es mit Gamification. Beide Ansätze sind didaktisch fundiert, unterscheiden sich aber in der Umsetzung.
Ja, beide Apps bieten kostenlose Versionen mit Einschränkungen. Bei Mondly bekommst du eine Lektion pro Tag gratis sowie wöchentliche Bonus-Übungen. Bei Memrise sind die Grundfunktionen eingeschränkt zugänglich, viele Videos und der MemBot bleiben Premium-Nutzern vorbehalten. Beide Anbieter haben zusätzlich eine 7-tägige Testphase für die Premium-Version. Mondly bietet beim Jahresabo zudem eine 30-tägige Geld-zurück-Garantie.
