📋 Speakly auf einen Blick
- Fokus: Statistikbasiertes Vokabellernen – die 4.000 relevantesten Wörter einer Sprache in der optimalen Reihenfolge
- Sprachen: 10 Lernsprachen (Englisch, Spanisch, Französisch, Italienisch, Deutsch, Russisch, Finnisch, Estnisch, Norwegisch und Portugiesisch (BR)) – alle im Abo enthalten
- Preise: ab ca. 4 €/Monat (Jahresabo) | Monatsabo 15,99 € | Lifetime ab ca. 69,99 €
- Für wen: Erwachsene Lerner, die schnell alltagstaugliches Vokabular aufbauen und Konversationsfähigkeit erreichen wollen
- Pluspunkt: Wissenschaftlich fundierte Wortauswahl – du lernst nur, was du wirklich brauchst
- Minuspunkt: Sehr begrenzte Sprachauswahl (nur 10 Sprachen) und kaum Grammatik-Erklärungen
95 Prozent aller Alltagsgespräche basieren auf nur rund 4.000 Wörtern. Klingt unglaublich? Genau auf dieser linguistischen Erkenntnis baut eine App aus Estland ihr gesamtes Lernkonzept auf – und verspricht, dass du in wenigen Monaten konversationsfähig wirst. Ohne Grammatik-Drill, ohne endlose Lektionen.
Speakly wurde 2018 in Tallinn gegründet und hat sich als Nischen-Player im Markt der Vokabeltrainer Apps positioniert. Das Kernversprechen: Statt dich mit seltenen Vokabeln wie „Elefantenrüssel” oder „Kronleuchter” zu quälen, konzentriert sich die App auf die statistisch häufigsten Wörter einer Sprache – in genau der Reihenfolge, in der sie den größten Effekt auf deine Kommunikationsfähigkeit haben. Damit stellt sich Speakly bewusst gegen den Gamification-Wahnsinn von Duolingo und den Kursaufbau klassischer Anbieter wie Babbel.
In diesem Speakly Test erfährst du, ob die estnische App ihr Versprechen hält, was sie kostet, wo sie glänzt – und wo sie an ihre Grenzen stößt. Wir haben die App über mehrere Wochen intensiv genutzt, Nutzerbewertungen ausgewertet und mit den Speakly Erfahrungen anderer Lerner abgeglichen.
Für wen ist Speakly geeignet?
Speakly richtet sich an erwachsene Selbstlerner, die pragmatisch und effizient eine neue Sprache lernen wollen. Der zentrale Unterschied zu anderen Plattformen: Hier steht nicht der klassische Kursaufbau im Vordergrund, sondern ein datengetriebener Vokabelansatz, der auf statistische Worthäufigkeit setzt.
| ✅ Speakly ist ideal für: | ❌ Speakly ist weniger geeignet für: |
|---|---|
| Berufstätige mit wenig Zeit – Die kurzen Lerneinheiten (5–15 Min.) passen in jede Mittagspause. Du lernst nur die Wörter, die im Alltag wirklich zählen. | Grammatik-Fans und Struktur-Lerner – Wer systematische Grammatik-Erklärungen braucht, wird enttäuscht. Bessere Alternative: Babbel (ab 8,99 €/Monat) mit strukturierten Grammatik-Lektionen. |
| Reisevorbereitung – Wer in 2–3 Monaten konversationsfähig für den Urlaub werden will, bekommt hier das nötigste Vokabular in Rekordzeit. | Lerner exotischer Sprachen – Mit nur 10 Sprachen ist die Auswahl winzig. |
| Anfänger bis leicht Fortgeschrittene (A1–B2) – Der statistische Ansatz entfaltet seine volle Wirkung beim Aufbau eines Grundwortschatzes. | Fortgeschrittene ab C1 – Auf höherem Niveau bietet Speakly kaum Mehrwert. Hier empfiehlt sich Preply für individuellen Live-Unterricht mit Muttersprachlern. |
| Autodidakten – Wer gern eigenständig lernt und keinen Kursleiter braucht, fühlt sich bei Speakly wohl. Die App gibt einen klaren Lernpfad vor, ohne zu gängeln. | |
| Vokabel-Enthusiasten – Wer gezielt seinen Wortschatz erweitern will und andere Apps als Ergänzung nutzt, findet in Speakly ein hochwertiges Werkzeug. |
Die besten Speakly Alternativen
Babbel: Preisgekrönt – jetzt alle 14 Sprachen im Abo
Die preisgekrönte Sprachlern-App von Babbel bietet kurze Lektionen von 10 bis 15 Minuten, die von über 200 Sprachwissenschaftlern entwickelt wurden und sich auf Alltagssituationen konzentrieren.
Preply: Sprache lernen 1:1 mit echten Lehrkräften
Bei Preply wählst du aus über 32.000 Tutoren aus mehr als 203 Ländern die passende Lehrkraft und buchst Stunden flexibel in deinen Kalender – für rund 50 Sprachen.
Mondly: 41 Sprachen zur Wahl
Mit Mondly lernst du spielerisch aus 41 Sprachen – mithilfe täglicher Lektionen, einem KI-Chatbot für Sprechübungen und einer Ausspracheüberprüfung per Spracherkennung.
Lingoda: Live-Unterricht mit echten Lehrern
Lingoda bietet Live-Unterricht in Kleingruppen oder Einzelstunden mit über 2.400 zertifizierten Lehrkräften – ideal für alle, die eine Sprache nicht nur lernen, sondern wirklich sprechen möchten.
Promova: KI-gestützte Sprachlern-App für den Alltag
Promova setzt auf kurze Microlearning-Einheiten von etwa 5 Minuten sowie KI-gestützte Sprechübungen mit sofortigem Feedback – verfügbar in 12 Sprachen ab ca. 8 € pro Monat.
Rosetta Stone: Klassisches Sprachenlernen durch Immersion
Rosetta Stone setzt auf die bewährte Immersionsmethode: Du lernst eine neue Sprache durch Bilder, Klang und Kontext – ohne Übersetzungen, auch offline und in 25 Sprachen.
uTalk: Über 150 Sprachen spielerisch entdecken
uTalk bietet mit über 150 Sprachen und Dialekten eine der breitesten Sprachauswahlen auf dem Markt – spielerisch erlernt durch thematische Übungen mit von Muttersprachlern eingesprochenen Inhalten.
Lingopie: Sprachen lernen mit Serien und Filmen
Lingopie ermöglicht es, eine neue Sprache durch fremdsprachige Serien und Filme zu lernen – mit interaktiven Untertiteln, per Klick abrufbaren Wortbedeutungen und automatisch erstellten Flashcards.
Jicki: Sprachen lernen ganz ohne Bildschirm
Jicki vermittelt Sprachen ausschließlich über Audio – durch entspannte Hörgeschichten, die sich beim Pendeln oder Sport nebenbei konsumieren lassen, ab 5,95 € pro Monat.
EF English Live: Effektiv Englisch lernen – rund um die Uhr
EF English Live bietet Live-Unterricht mit TEFL-zertifizierten Muttersprachlern rund um die Uhr sowie über 2.000 Stunden interaktiver Lerninhalte für alle Niveaus von A1 bis C2.
MosaLingua: Effizient lernen mit KI und echten Lehrkräften
MosaLingua kombiniert KI-gestütztes Selbststudium mit themenbasierten Inhalten und einer Aussprache-Vergleichsfunktion – optional ergänzt durch Live-Unterricht mit echten Lehrkräften.
Gymglish: Der persönliche KI-Sprachlehrer für jeden Tag
Gymglish liefert täglich personalisierte Sprachlektionen per App oder E-Mail, die die KI automatisch an dein Niveau und deine Interessen anpasst – für Englisch, Französisch, Spanisch und mehr.
Pimsleur: Die bewährte Audiomethode für 51 Sprachen
Pimsleur trainiert Hörverständnis und Aussprache durch 30-minütige Audioeinheiten mit Spaced Repetition – offline nutzbar, in 51 Sprachen und ergänzt durch einen KI-Voice-Coach.
Busuu: Lernen mit der Community
Busuu bietet von Linguisten entwickelte Lektionen in 14 Sprachen sowie eine Community-Funktion, bei der Muttersprachler weltweit echtes Feedback auf Schreib- und Sprechübungen geben.
Erfolgschancen bei Speakly
Die Lernphilosophie von Speakly basiert auf einem simplen, aber wirkungsvollen Prinzip: Spaced Repetition kombiniert mit statistischer Worthäufigkeit. Die Entwickler haben Millionen von Texten, Gesprächen und Medieninhalten analysiert, um herauszufinden, welche Wörter in jeder Sprache am häufigsten vorkommen. Diese Wörter werden in einer optimierten Reihenfolge präsentiert – du lernst also zuerst, was du am dringendsten brauchst.
Anders als bei Duolingo, wo du mitunter Sätze wie „Der Bär trinkt Bier” übst, bekommst du bei Speakly praxisnahe Kontextsätze. Eine typische Lektion sieht so aus: Zuerst werden dir 8–12 neue Wörter vorgestellt, jeweils mit Audioaussprache und Beispielsatz. Dann folgt eine Übungsrunde, in der du die Wörter in verschiedenen Kontexten wiedererkennen, eintippen oder zuordnen musst. Anschließend integriert die App die neuen Vokabeln in sogenannte „Situationen” – realistische Mini-Dialoge, die das Gelernte sofort anwendbar machen. Das Spaced-Repetition-System sorgt dafür, dass schwierige Wörter häufiger wiederholt werden, während bereits sichere Vokabeln seltener auftauchen.

Realistisch betrachtet kannst du mit Speakly ein solides B1- bis B2-Niveau nach dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen (GER) erreichen – vorausgesetzt, du lernst regelmäßig und ergänzt die App mit Hör- und Sprechpraxis. Für C1 oder gar C2 reicht Speakly allein nicht aus; dafür fehlen schlicht die Tiefe bei Grammatik und die Möglichkeit für freie Konversation.
Was richtig gut funktioniert: Der Wortschatzaufbau ist spürbar schneller als bei klassischen Kursformaten. Nach etwa vier Wochen täglichem Lernen (15 Minuten) verstehst du bereits einfache Gespräche und kannst dich in Standardsituationen verständigen. Die „Situationen”-Funktion, in der du gelernte Wörter in realen Kontexten anwendest, ist ein echtes Highlight – sie überbrückt die Lücke zwischen sturem Vokabellernen und echtem Sprachgebrauch.
Was weniger gut funktioniert: Grammatik wird quasi nicht erklärt. Du lernst zwar intuitiv durch Beispielsätze, aber wer verstehen will, warum ein Satz so aufgebaut ist, schaut in die Röhre. Auch die Sprechübungen sind minimal – du hörst viel, tippst viel, sprichst aber kaum selbst. Für eine echte Konversationsfähigkeit brauchst du deshalb unbedingt ergänzende Praxis, etwa mit einem Tandempartner oder einer Plattform wie Preply.
Was kostet Speakly?
Speakly setzt auf ein Freemium-Modell: Die Grundfunktionen sind kostenlos nutzbar, für den vollen Funktionsumfang brauchst du ein Premium-Abo. Im Vergleich zu Babbel oder Rosetta Stone bewegt sich Speakly preislich im unteren Mittelfeld – besonders das Jahresabo und die Lifetime-Option sind attraktiv.
⚠️ Achtung, App-Store-Aufschlag! Kaufst du dein Abo über den Apple App Store oder Google Play Store, zahlst du oft 19–30 % mehr als auf der Speakly-Website. Unser Rat: Immer über die Website buchen – das spart bares Geld.
Kann Speakly kostenlos genutzt werden?
Ja, Speakly bietet eine dauerhafte Gratis-Version. Allerdings mit deutlichen Einschränkungen: Du kannst täglich nur eine begrenzte Anzahl neuer Wörter lernen (ca. 5–10 pro Tag), die „Situationen”-Funktion ist eingeschränkt, und der Zugang zu höheren Niveaustufen bleibt gesperrt. Zum Reinschnuppern reicht das – für ernsthaftes Lernen nicht.
Eine klassische Geld-zurück-Garantie bietet Speakly nicht explizit, allerdings kannst du über die App Stores innerhalb der jeweiligen Widerrufsfrist (Apple: 14 Tage, Google Play: 48 Stunden für Abos) eine Rückerstattung beantragen. Über die Website gelten die gesetzlichen Widerrufsfristen.
Vorteile des Premium-Abos
Mit einem Premium-Abo schaltest du folgende Funktionen frei:
- Unbegrenzte tägliche Wörter und Lektionen
- Vollständiger Zugang zu allen 10 Sprachen
- Alle „Situationen” (realistische Kontextübungen) freigeschaltet
- Erweiterte Spaced-Repetition-Algorithmen für optimale Wiederholung
- Live-Übungen zum Hörverständnis mit authentischen Audioclips
- Detaillierte Fortschrittsstatistiken und Lernberichte
- Offline-Modus für Lernen ohne Internetverbindung
Preistabelle:
| Abo-Modell | Preis/Monat | Gesamtkosten | Empfehlung |
|---|---|---|---|
| Monatsabo | 15,99 € | 14,99 € | Nur zum Testen |
| Jahresabo | 4,00 € | 47,99 € | ⭐ Beste Preis-Leistung |
| Lifetime | – | 69,99 € | Für Langzeit-Lerner |
⚠️ Automatische Verlängerung! Alle Speakly-Abos verlängern sich automatisch, wenn du nicht rechtzeitig vor dem Verlängerungsdatum kündigst. Stelle dir am besten eine Erinnerung im Kalender – mindestens 48 Stunden vor Ablauf.
Redaktionelle Einschätzung: Für eine spezialisierte Vokabeltrainer App bietet Speakly ein faires Preis-Leistungs-Verhältnis – besonders im Jahresabo. Wer allerdings eine All-in-one-Lösung mit Grammatik und Sprechen sucht, bekommt bei Babbel für wenige Euro mehr deutlich mehr Funktionsumfang.
Zahlungsmethoden bei Speakly
- ✓ Kreditkarte (Visa, Mastercard, American Express)
- ✓ PayPal
- ✓ Apple Pay (über den App Store)
- ✓ Google Pay (über den Play Store)
Speakly Erfahrungen und Kritik
| ✅ Vorteile | ❌ Nachteile |
|---|---|
| Wissenschaftlich fundierter Ansatz mit statistischer Worthäufigkeit | Nur 10 Sprachen verfügbar – sehr begrenzte Auswahl |
| Effektives Spaced-Repetition-System – Gelerntes bleibt hängen | Kaum Grammatik-Erklärungen – du lernst Regeln bestenfalls intuitiv (Alternative: Babbel) |
| Realistische „Situationen” mit Kontextübungen statt isolierter Vokabeln | Minimale Sprechübungen – kein echtes Konversationstraining (Alternative: Preply) |
| Klares, aufgeräumtes Design ohne Ablenkung | Kein Community-Feature – kein Austausch mit anderen Lernern |
| Kurze Lerneinheiten (5–15 Min.) ideal für Alltagsintegration | Fortgeschrittene (B2+) stoßen schnell an die Decke |
| Fairer Preis, besonders im Jahresabo und Lifetime | Gamification-Elemente fehlen fast vollständig – kann demotivierend wirken |
| Offline-Modus im Premium-Abo enthalten | Keine offiziellen Sprachzertifikate oder anerkannten Abschlussprüfungen |
| Alle Sprachen in einem Abo – kein Aufpreis für weitere Sprachen | App-Store-Preise deutlich höher als auf der Website |
Erfahrungen von Nutzern
Die Speakly Erfahrungen in den App Stores fallen überwiegend positiv aus. Im Apple App Store erreicht die App ⭐ 4,7 von 5, im Google Play Store ⭐ 4,5 von 5. Auf Trustpilot sieht es mit ⭐ 4,2 von 5 ebenfalls solide aus – allerdings gibt es dort vereinzelt Beschwerden über die automatische Abo-Verlängerung und den Kundenservice bei Kündigungsproblemen. Die Diskrepanz zwischen App-Store-Bewertungen und Trustpilot ist typisch: In den Stores bewerten vor allem aktive, zufriedene Nutzer, während auf Trustpilot häufiger ehemalige Abonnenten ihren Frust über Abrechnungsprobleme ablassen.
„Ich habe in drei Monaten mehr Spanisch-Vokabeln gelernt als in zwei Jahren Abendkurs. Die Methode ist simpel, aber sie funktioniert.” – App-Store-Nutzer
„Das Konzept ist genial, aber mir fehlt die Grammatik. Ohne YouTube-Videos nebenbei hätte ich vieles nicht verstanden.” – Play-Store-Nutzer
„Kündigung war ein Alptraum. Das Abo hat sich verlängert, obwohl ich sicher war, rechtzeitig gekündigt zu haben. Support hat dann aber schnell geholfen.” – Trustpilot-Nutzer
„Die Situationen-Funktion ist Gold wert. Du lernst nicht nur Wörter, sondern wie man sie tatsächlich benutzt. Endlich eine App, die sich an Erwachsene richtet.” – App-Store-Nutzerin
Speakly Erfahrungen von Anfängern
Für absolute Anfänger (A0/A1) funktioniert Speakly erstaunlich gut. Der statistische Ansatz sorgt dafür, dass du in den ersten Wochen genau die Wörter lernst, die du am häufigsten hörst und brauchst – „ich”, „du”, „haben”, „wollen”, „wo”, „wann”. Das gibt schnell ein Erfolgserlebnis, weil du tatsächlich erste Sätze verstehst, wenn du im Urlaub oder in Podcasts damit konfrontiert wirst.
Die Herausforderung: Ohne Grammatik-Grundlagen kann es frustrierend werden, wenn du zwar Wörter kennst, aber nicht weißt, wie du sie korrekt kombinierst. Anfänger, die parallel ein Grammatik-Buch oder eine andere App nutzen, erzielen die besten Ergebnisse. Allein auf Speakly zu setzen, reicht für komplette Neulinge nur bedingt.
Fazit für Anfänger: ⭐⭐⭐⭐ – Hervorragend für schnellen Wortschatzaufbau, aber als alleiniges Lernwerkzeug nicht vollständig genug.
Speakly Erfahrungen von Fortgeschrittenen
Wer bereits auf B1-Niveau unterwegs ist, kann mit Speakly gezielt Lücken im Wortschatz schließen. Die App identifiziert durch ihren Algorithmus, welche der 4.000 häufigsten Wörter du noch nicht beherrschst, und füllt diese Lücken systematisch auf. Besonders die „Situationen” auf fortgeschrittenem Niveau – etwa Diskussionen über Nachrichten, Restaurantbesuche oder Geschäftstermine – sind inhaltlich anspruchsvoll und praxisnah.
Allerdings stößt die App ab B2-Niveau an ihre Grenzen. Komplexe Grammatikstrukturen, idiomatische Wendungen oder Fachtexte sucht man vergeblich. Für echte Fortgeschrittene fühlt sich Speakly irgendwann wie ein Werkzeug an, dem die Tiefe fehlt.
Fazit für Fortgeschrittene: ⭐⭐⭐ – Nützlich als Ergänzung, aber als Hauptlernmittel auf diesem Niveau zu dünn.
Speakly Erfahrungen von Berufstätigen
Gerade bei Berufstätigen mit vollem Terminkalender kann Speakly seine Stärke ausspielen. Die kurzen Lerneinheiten lassen sich problemlos in den Alltag integrieren – morgens in der Bahn, mittags in der Pause, abends auf dem Sofa. Kein Kurs, kein fester Termin, kein schlechtes Gewissen, wenn mal ein Tag ausfällt. Der Algorithmus passt sich an dein Tempo an.
Die größte Herausforderung für diese Zielgruppe: Business-Vokabular ist bei Speakly nur bedingt vorhanden. Wer gezielt Geschäftsenglisch oder Fachsprache lernen will, braucht ergänzende Ressourcen. Für allgemeine Konversationsfähigkeit im internationalen Arbeitsumfeld reicht die App aber durchaus.
Fazit für Berufstätige: ⭐⭐⭐⭐ – Perfekter Zeitaufwand, guter Alltagswortschatz, aber ohne Fachvokabular für spezialisierte Branchen.
Wie seriös ist Speakly?
Speakly wurde 2018 von Ott Ojamets und Ingel Keskpaik in Tallinn gegründet. Estland ist kein Zufall als Standort: Das kleine baltische Land gilt als eines der digitalsten Länder der Welt und hat bereits Skype hervorgebracht. Das Unternehmen ist vergleichsweise klein – geschätzt 15–25 Mitarbeiter – und hat bisher keine großen Venture-Capital-Runden öffentlich gemacht. Speakly finanziert sich hauptsächlich über Abo-Einnahmen.
Die App zählt nach eigenen Angaben mehrere Hunderttausend Nutzer weltweit. Zwar ist das keine Duolingo-Dimension, aber für eine Nischen-App beachtlich. Speakly verweist auf linguistische Forschung zur Worthäufigkeit (u. a. Studien von Nation & Waring zur lexikalischen Abdeckung) und hat eigene Analysen publiziert, die belegen sollen, dass 4.000 Wörter rund 95 % aller Alltagsgespräche abdecken. Eine unabhängige, extern verifizierte Wirksamkeitsstudie wie bei Duolingo oder Babbel gibt es allerdings bislang nicht.
Sicherheitsmaßnahmen
- ✓ DSGVO-Konformität: Speakly unterliegt als EU-Unternehmen (Estland) der europäischen Datenschutzgrundverordnung
- ✓ SSL-Verschlüsselung: Alle Datenübertragungen sind verschlüsselt
- ✓ Sichere Zahlungsabwicklung: Zahlungen laufen über etablierte Payment-Provider (Stripe, PayPal)
- ✓ Keine Weitergabe an Dritte: Laut Datenschutzerklärung werden personenbezogene Daten nicht an Werbetreibende verkauft
- ✓ Account-Löschung möglich: Du kannst dein Konto und alle Daten vollständig löschen lassen
Transparente Kosten
Die Preisstruktur von Speakly ist grundsätzlich transparent – alle Abo-Optionen werden auf der Website klar dargestellt, inklusive der monatlichen Aufschlüsselung. Positiv: Es gibt keine versteckten Zusatzkosten oder In-App-Käufe jenseits des Premium-Abos. Kritisch hingegen: Die automatische Verlängerung wird zwar bei der Buchung erwähnt, aber nicht so prominent, wie man es sich wünschen würde. Einige Nutzer berichten auf Trustpilot, dass sie die Verlängerung übersehen haben – ein Problem, das allerdings die gesamte Branche betrifft.
⚠️ Automatische Verlängerung: Speakly-Abos verlängern sich ohne rechtzeitige Kündigung automatisch um die gebuchte Laufzeit. Kündige mindestens 48 Stunden vor dem Verlängerungsdatum – am besten direkt über denselben Kanal, über den du das Abo abgeschlossen hast (Website, Apple App Store oder Google Play Store).
Anmeldung & Profilerstellung
So funktioniert die Anmeldung bei Speakly
Die Registrierung bei Speakly ist unkompliziert und in wenigen Minuten erledigt:
- Schritt 1: Lade die Speakly-App herunter (iOS oder Android) oder öffne die Website speakly.me.
- Schritt 2: Wähle „Registrieren” und erstelle ein Konto per E-Mail, Google- oder Apple-Login.
- Schritt 3: Wähle deine Ausgangssprache (z. B. Deutsch) und deine Zielsprache.
- Schritt 4: Gib dein aktuelles Sprachniveau an – Speakly bietet einen kurzen Einstufungstest an, der dein Vorwissen ermittelt.
- Schritt 5: Lege dein tägliches Lernziel fest (z. B. 10, 20 oder 50 neue Wörter pro Tag).
- Schritt 6: Starte sofort mit deiner ersten Lektion – die kostenlose Version gibt dir direkt Zugang zu den ersten Wörtern.
- Schritt 7: Optional: Upgrade auf Premium über die Website (günstiger als im App Store!).
Zeitaufwand: Unter 3 Minuten – du kannst sofort loslegen.
Tipps zur Profilerstellung und zum Lernfortschritt
- Einstufungstest absolvieren: Überspringe ihn nicht! Er spart dir Zeit, weil du nicht bei Null anfangen musst, wenn du schon Vorkenntnisse hast.
- Realistisches Tagesziel setzen: Lieber täglich 15 Minuten als einmal pro Woche zwei Stunden. Konstanz schlägt Intensität.
- Push-Benachrichtigungen aktivieren: Die tägliche Erinnerung klingt nervig, ist aber nachweislich der beste Motivationskick.
- Abo über die Website kaufen: Spart bis zu 30 % gegenüber dem App-Store-Preis.
- Situationen nicht überspringen: Viele Nutzer konzentrieren sich nur auf neue Wörter und ignorieren die Kontextübungen – ein Fehler. Die Situationen sind das Herzstück der Methode.
- Ergänzend Sprechen üben: Speakly trainiert vor allem Lesen und Hören. Suche dir einen Tandempartner oder nutze eine Plattform wie Preply für echte Gespräche.
Lernmethodik & Features
Wie funktioniert das Lernen bei Speakly?
Speaklys Lernansatz lässt sich in einem Satz zusammenfassen: Lerne die richtigen Wörter in der richtigen Reihenfolge – und wiederhole sie zum richtigen Zeitpunkt. Die App kombiniert drei bewährte Prinzipien: statistische Worthäufigkeit (welche Wörter kommen am häufigsten vor?), Spaced Repetition (wann vergisst du ein Wort, und wann solltest du es wiederholen?) und kontextuelles Lernen (Wörter nicht isoliert, sondern in realistischen Sätzen üben).
Ein typischer Lektionsablauf sieht so aus:
- Neue Wörter entdecken: Die App präsentiert dir 8–12 neue Vokabeln mit Übersetzung, Audioaussprache und Beispielsatz.
- Erkennen und Zuordnen: Du ordnest die neuen Wörter ihren Übersetzungen zu oder erkennst sie in Sätzen wieder.
- Eintippen: Du tippst die Wörter selbst ein – eine Übung, die das Behalten deutlich verbessert.
- Hörübung: Du hörst einen Satz und identifizierst das gelernte Wort oder tippst den gehörten Satz ab.
- Situationen: Gelernte Wörter tauchen in realistischen Mini-Dialogen auf – du füllst Lücken aus oder wählst die richtige Antwort.
- Wiederholung: Der Spaced-Repetition-Algorithmus schickt dir Wörter, die du zu vergessen drohst, automatisch zur Auffrischung.
Gamification-Elemente? Fehlanzeige – oder besser: fast Fehlanzeige. Es gibt einen einfachen Fortschrittsbalken und Tagesstreaks, aber keine Punkte, Ranglisten, virtuelle Währungen oder bunte Belohnungsanimationen à la Duolingo. Das ist Geschmackssache: Manche schätzen die Ruhe und den Fokus, andere vermissen den spielerischen Anreiz. Deinen Fortschritt verfolgst du über eine Statistikseite, die anzeigt, wie viele Wörter du insgesamt gelernt hast, wie nah du den einzelnen Niveaustufen bist und wie regelmäßig du lernst.
Besondere Features
1. Situationen (Real-Life Contexts)
Das Herzstück der App. Statt nur einzelne Wörter zu pauken, tauchst du in über 100 realistische Alltagssituationen ein – vom Arztbesuch über das Einkaufen bis zum Bewerbungsgespräch. Du liest und hörst Mini-Dialoge und setzt gelernte Vokabeln aktiv ein. Der Mehrwert: Du lernst nicht nur was ein Wort bedeutet, sondern wann und wie du es benutzt.
2. Intelligente Spaced Repetition
Speaklys Wiederholungssystem ist nicht das simple „Leitner-Karteikarten-Prinzip”, sondern ein adaptiver Algorithmus, der dein individuelles Vergessenstempo analysiert. Wörter, die du oft falsch machst, kommen häufiger wieder. Wörter, die sitzen, verschwinden in den Hintergrund. Klingt technisch, funktioniert aber intuitiv – du merkst es kaum, profitierst aber enorm.
3. Hörverständnis-Training mit nativer Aussprache
Alle Audioclips werden von Muttersprachlern eingesprochen – keine Roboterstimmen. Die Geschwindigkeit ist realistisch, was Anfänger manchmal überfordert, dich aber deutlich besser auf echte Gespräche vorbereitet als die oft unnatürlich langsamen Audiodateien anderer Apps.
4. Lernstatistiken und Fortschritts-Dashboard
Eine übersichtliche Seite zeigt dir, wie viele der 4.000 häufigsten Wörter du bereits beherrschst, wie sich das auf dein geschätztes GER-Niveau auswirkt und wie regelmäßig du lernst. Für datengetriebene Lerner ein großer Motivator.
5. Offline-Modus (Premium)
Im Premium-Abo kannst du Lektionen herunterladen und offline lernen – ideal für Pendler in der U-Bahn oder Reisende ohne WLAN.
Verfügbare Sprachen
Hier zeigt sich Speaklys größte Schwäche: Die App bietet lediglich 10 Lernsprachen an – Englisch, Spanisch, Französisch, Italienisch, Deutsch, Russisch, Finnisch, Estnisch, Norwegisch und Portugiesisch (BR). Davon sind alle auf Deutsch als Ausgangssprache lernbar.
Die Qualität der einzelnen Sprachkurse variiert leicht. Englisch und Spanisch sind am umfangreichsten ausgebaut, mit den meisten Situationen und der größten Wortdatenbank. Französisch und Italienisch folgen dicht dahinter – solide, aber mit etwas weniger Kontextübungen auf höheren Niveaus. Russisch bietet einen guten Grundkurs, stößt aber schneller an Grenzen. Finnisch und Estnisch sind die Exoten – hier merkt man die estnische Herkunft der App. Für Lerner dieser beiden Sprachen gibt es kaum eine bessere Vokabeltrainer App auf dem Markt.
In puncto erreichbare Niveaus: Für die Hauptsprachen (Englisch, Spanisch, Französisch) sind B2-Niveaus realistisch erreichbar. Bei den übrigen Sprachen liegt die Grenze eher bei B1.
⚠️ Nur 10 Sprachen! Wer Japanisch, Koreanisch, Arabisch, Chinesisch oder andere Sprachen lernen will, wird bei Speakly nicht fündig.
Die Speakly App

Vorteile der App:
- Klares, minimalistisches Design – kein Schnickschnack, volle Konzentration aufs Lernen
- Schnelle Ladezeiten und stabile Performance auf iOS und Android
- Intuitive Navigation – selbst technisch weniger versierte Nutzer finden sich sofort zurecht
- Offline-Modus im Premium-Abo enthalten
- Push-Benachrichtigungen als Lernerinnerung konfigurierbar
Nachteile der App:
- Keine Tablet-optimierte Version – auf dem iPad wirkt die App wie eine aufgeblasene Smartphone-App
- Kein Dark Mode
- Kein Widget für den Homescreen mit Tagesfortschritt
- Preise im App Store höher als auf der Website
Bewertungen: iOS App Store ⭐ 4,7 | Google Play Store ⭐ 4,5
⚠️ Tipp: Kaufe dein Speakly-Abo immer über die Website und nicht über den App Store. Du sparst bis zu 30 % – und die Kündigung ist über die Website oft unkomplizierter.
Speakly im Vergleich
Speakly bewegt sich in einem hart umkämpften Markt. Die direkten Konkurrenten reichen von etablierten Vokabeltrainer Apps über umfassende Kursplattformen bis hin zu Live-Unterricht-Anbietern. Hier der Überblick:
| Speakly | Babbel | Mondly | Lingoda | Preply | |
|---|---|---|---|---|---|
| Preis ab (Jahresabo) | ab 4 €/Monat | 8,99 €/Monat | 5,19 €/Monat | ab ca. 75 €/Monat* | variabel** |
| Sprachen | 10 | 14 | 40+ | 6 | 50+ |
| Lernmethode | Statistisches Vokabellernen + Kontextübungen | Strukturierte Kurse mit Grammatik | Gamifizierte Lektionen + AR | Live-Gruppenunterricht | 1:1-Unterricht mit Tutoren |
| Kostenlos nutzbar | Ja (eingeschränkt) | 1. Lektion kostenlos | Ja (eingeschränkt) | Nein | Nein*** |
| Live-Tutoren | Nein | Nein | Nein | Ja | Ja |
| Offline-Modus | Ja (Premium) | Ja | Ja | Nein | Nein |
| Bis C1/C2-Niveau | Nein (max. B2) | Nein (max. B2) | Nein (max. B1–B2) | Ja (C1) | Ja (je nach Tutor) |
| Offizielle Zertifikate | Nein | Nein | Nein | Ja | Nein |
* Lingoda-Preise hängen von der Anzahl gebuchter Stunden ab – das günstigste Paket startet bei ca. 75 €/Monat für 4 Gruppenklassen.
** Preply: Stundensätze variieren je nach Tutor (ab ca. 5 €/Stunde für Community-Tutoren bis 50+ € für zertifizierte Lehrer).
*** Preply bietet gelegentlich Probstunden zu reduzierten Preisen an, aber keine dauerhaft kostenlose Version.
Alternativen zu Speakly
Apps mit ähnlichem Fokus:
Mondly (ab 5,19 €/Monat im Jahresabo, Lifetime ab 129,96 €): Die rumänische App bietet über 40 Sprachen und setzt auf spielerische Lektionen mit Augmented Reality und Chatbot-Dialogen. Wer eine breitere Sprachauswahl braucht und Gamification mag, ist hier besser aufgehoben. Dafür fehlt Mondly die Tiefe beim Vokabelaufbau, die Speakly bietet.
Babbel (ab 8,99 €/Monat im Jahresabo, Lifetime 299,99 €): Der deutsche Platzhirsch liefert das Gesamtpaket aus Vokabeln, Grammatik und Sprechübungen. Für Lerner, die eine strukturierte Kursumgebung bevorzugen und nicht nur Wörter, sondern auch Satzstrukturen verstehen wollen, ist Babbel die bessere Wahl. Preislich allerdings deutlich teurer.
MosaLingua (ab 5,85 €/Monat im Jahresabo): Wie Speakly setzt MosaLingua auf Spaced Repetition und Worthäufigkeit. Die App bietet 11 Sprachen und zusätzlich umfangreiche Grammatik-Erklärungen sowie Video-Inhalte. Für Lerner, die den Speakly-Ansatz mögen, aber mehr Tiefe wollen, eine starke Alternative.
Plattformen mit grundsätzlich anderem Ansatz:
Preply (ab ca. 5 €/Stunde): Wer echte Konversation üben will, kommt an Preply kaum vorbei. Die Plattform vermittelt dich mit muttersprachlichen Tutoren für individuellen 1:1-Videounterricht. Ideal als Ergänzung zu Speakly – du baust mit der App den Wortschatz auf und wendest ihn bei Preply aktiv an.
Lingoda (ab ca. 75 €/Monat): Wer offizielle Sprachzertifikate braucht und bereit ist, mehr zu investieren, findet bei Lingoda strukturierten Live-Gruppenunterricht mit qualifizierten Lehrkräften. Der Ansatz ist komplett anders als bei Speakly – kein Selbstlerntool, sondern ein virtuelles Klassenzimmer.
Speakly kündigen: Wichtige Hinweise
Wie bei den meisten App-Abos gilt auch bei Speakly: Wer nicht rechtzeitig kündigt, zahlt automatisch weiter. Die Kündigung hängt davon ab, wo du das Abo ursprünglich abgeschlossen hast. Hier die drei Wege im Detail:
1. Kauf über die Speakly-Website:
- Logge dich auf speakly.me in dein Konto ein.
- Gehe zu „Einstellungen” → „Abonnement”.
- Klicke auf „Abo kündigen” oder „Cancel Subscription”.
- Bestätige die Kündigung per E-Mail (falls aufgefordert).
- Du erhältst eine Bestätigungsmail – hebe sie auf.
2. Kauf über iOS (Apple):
- Öffne die „Einstellungen”-App auf deinem iPhone oder iPad.
- Tippe auf deinen Namen (ganz oben) → „Abonnements”.
- Wähle das Speakly-Abo aus.
- Tippe auf „Abo kündigen” und bestätige.
- Das Abo bleibt bis zum Ende der aktuellen Laufzeit aktiv.
3. Kauf über Android (Google Play):
- Öffne den Google Play Store auf deinem Android-Gerät.
- Tippe oben rechts auf dein Profilbild → „Zahlungen & Abos” → „Abos”.
- Wähle Speakly aus und tippe auf „Abo kündigen”.
- Folge den Anweisungen und bestätige.
- Du kannst Speakly bis zum Ende des Abrechnungszeitraums weiter nutzen.
⚠️ Automatische Verlängerung: Kündige mindestens 48 Stunden vor dem nächsten Verlängerungsdatum. Setze dir eine Kalendererinnerung, damit du die Frist nicht verpasst. Einmal verlängert, gibt es in der Regel keine Rückerstattung.
⚠️ Account löschen ≠ Abo kündigen! Wenn du deinen Speakly-Account löschst, verlierst du deinen gesamten Lernfortschritt – aber ein laufendes Abo wird dadurch nicht automatisch gekündigt. Du zahlst also möglicherweise weiter, ohne die App nutzen zu können. Empfehlung: Immer zuerst das Abo kündigen und den Account nur löschen, wenn du Speakly nie wieder nutzen willst.
Speakly im Test: Unser Fazit
Speakly macht vieles richtig – und einiges eben nicht. Die App ist kein Allrounder, sondern ein Spezialist: Wer schnell und effizient einen soliden Wortschatz aufbauen will, findet hier eines der cleversten Tools auf dem Markt. Wer jedoch eine vollständige Sprachlern-Lösung mit Grammatik, Sprechen und Zertifikaten erwartet, wird enttäuscht.
Die wichtigsten Punkte zusammengefasst:
- ✅ Wissenschaftlich fundierter Ansatz: Statistische Worthäufigkeit + Spaced Repetition
- ✅ Schnelle Erfolge: Nach wenigen Wochen verstehst du erste Alltagsgespräche
- ✅ Faire Preise, besonders im Jahres- und Lifetime-Abo
- ✅ „Situationen”-Feature bringt Vokabeln in realistische Kontexte
- ✅ Ideal für kurze, tägliche Lerneinheiten
- ❌ Nur 10 Sprachen – extrem begrenzte Auswahl
- ❌ Kaum Grammatik, minimale Sprechübungen
- ❌ Für Fortgeschrittene ab B2 zu dünn
Für wen empfehlenswert: Speakly eignet sich hervorragend für Anfänger und leicht Fortgeschrittene, die pragmatisch eine der 10 angebotenen Sprachen lernen wollen. Berufstätige mit wenig Zeit und Reisende, die schnell konversationsfähig werden möchten, treffen mit dieser Vokabeltrainer App eine gute Wahl. Auch als Ergänzung zu klassischen Sprachkursen oder Grammatik-Apps ist Speakly stark.
Wann besser Alternativen wählen: Wer Sprachen wie Japanisch, Arabisch oder Koreanisch lernen will, greift zu Mondly. Wer strukturierte Grammatik-Kurse bevorzugt, ist bei Babbel besser aufgehoben. Und wer echte Konversationspraxis mit Muttersprachlern sucht, sollte sich Preply ansehen – am besten in Kombination mit Speakly für den Wortschatz.
Abschließende Bewertung: Speakly ist wie ein Skalpell – kein Schweizer Taschenmesser. In seinem Spezialgebiet (Wortschatzaufbau durch statistische Häufigkeit) gehört die estnische App zur Spitze. Als alleiniges Lernwerkzeug reicht sie für die meisten Lerner aber nicht aus. Unser Speakly Test ergibt: ⭐⭐⭐⭐ (4 von 5 Sternen).
FAQ: Speakly – Häufige Fragen & Antworten
Speakly ist eine estnische Sprachlern-App, die auf statistischer Worthäufigkeit basiert. Sie lehrt die 4.000 am häufigsten verwendeten Wörter einer Sprache in der Reihenfolge ihrer Alltagsrelevanz – kombiniert mit Spaced Repetition und realistischen Kontextübungen (sogenannten „Situationen”). Das Ziel: schnelle Konversationsfähigkeit ohne Grammatik-Drill. Die App ist für iOS, Android und den Browser verfügbar.
Speakly bietet drei Abo-Modelle an (Stand: April 2026): Das Monatsabo kostet 15,99 €/Monat, das Jahresabo 47,99 €/Jahr (umgerechnet ca. 4,00 €/Monat) und die Lifetime-Option einmalig 69,99 €. Alle Pakete enthalten sämtliche Sprachen ohne Aufpreis. Wichtig: Im Apple App Store und Google Play Store fallen oft Aufschläge von 19–30 % an – direkt über speakly.me/de buchen ist günstiger.
Ja, Speakly bietet eine dauerhafte Gratis-Version sowie eine 7-tägige kostenlose Testphase für das Premium-Abo. Die kostenlose Version erlaubt nur eine begrenzte Anzahl neuer Wörter pro Tag und schränkt den Zugang zu den „Situationen”-Übungen ein. Für ernsthaftes Sprachenlernen reicht die Gratis-Version nicht aus – sie eignet sich aber gut zum Ausprobieren der Lernmethode.
Mit Speakly (Stand 2026) kannst du 10 Sprachen lernen: Englisch, Spanisch, Französisch, Italienisch, Deutsch, Russisch, Finnisch, Estnisch, Norwegisch und Portugiesisch (Brasilien). Alle Sprachen sind in einem Abo enthalten, ohne Aufpreis. Wer Japanisch, Arabisch, Chinesisch oder Koreanisch lernen möchte, muss auf Alternativen wie Mondly (über 40 Sprachen) ausweichen.
Speakly verspricht, mit täglich 15 Minuten nach wenigen Wochen erste Alltagsgespräche zu verstehen. Realistisch ist ein B1- bis B2-Niveau nach dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen (CEFR) erreichbar – vorausgesetzt, du lernst regelmäßig und ergänzt die App mit Hör- und Sprechpraxis. Ein C1- oder C2-Niveau ist mit Speakly allein nicht erreichbar, da Grammatiktiefe und freie Konversation fehlen.
Das kommt auf dein Lernziel an. Speakly ist stärker fokussiert als Duolingo und baut Vokabular schneller auf – ohne Gamification-Ablenkungen. Babbel liefert mehr Struktur, Grammatikerklärungen und Sprechübungen, kostet dafür aber mehr (ab ca. 8,99 €/Monat). Duolingo ist kostenlos, aber weniger effizient beim Wortschatzaufbau. Speakly eignet sich am besten als spezialisiertes Vokabel-Werkzeug, idealerweise in Kombination mit anderen Ressourcen.
Speakly richtet sich vor allem an Erwachsene, die pragmatisch und zeitsparend Vokabular aufbauen möchten – etwa Berufstätige mit wenig Zeit, Reisende oder Anfänger bis leicht Fortgeschrittene (A1–B2). Besonders stark ist die App für kurze tägliche Lerneinheiten von 5–15 Minuten. Weniger geeignet ist Speakly für Grammatik-Fans, Fortgeschrittene ab C1 oder Lerner exotischer Sprachen.
Die Kündigung hängt davon ab, wo du das Abo abgeschlossen hast. Über die Website: Einloggen auf speakly.me → Einstellungen → Abonnement → „Cancel Subscription”. Über iOS: Einstellungen → Name → Abonnements → Speakly → Kündigen. Über Android: Google Play Store → Profilbild → Zahlungen & Abos → Speakly → Kündigen. Wichtig: Kündige mindestens 48 Stunden vor dem Verlängerungsdatum, da sich Abos sonst automatisch verlängern.
Eine explizite Geld-zurück-Garantie bietet Speakly nicht. Über den Apple App Store ist innerhalb von 14 Tagen eine Rückerstattung möglich, über Google Play innerhalb von 48 Stunden bei Abos. Wer direkt über die Website kauft, hat gesetzliche Widerrufsrechte gemäß EU-Recht. Der Kundensupport (hello@speakly.me) hilft laut Nutzererfahrungen bei Problemen in der Regel schnell weiter.
Ja. Speakly wird von Speakly OÜ mit Sitz in Tallinn, Estland, betrieben – einem EU-Land. Die App unterliegt damit der DSGVO. Alle Datenübertragungen sind SSL-verschlüsselt, Zahlungen laufen über Stripe und PayPal. Laut Datenschutzerklärung werden keine personenbezogenen Daten an Werbetreibende verkauft. Eine vollständige Account-Löschung ist auf Anfrage möglich.
Die wichtigsten Kritikpunkte: kaum Grammatikerklärungen (Strukturen werden nur intuitiv durch Beispielsätze vermittelt), minimale Sprechübungen (kein echtes Konversationstraining), keine Community-Funktion und ein begrenztes Sprachangebot von 10 Sprachen. Ab B2-Niveau stößt die App schnell an ihre Grenzen. Für Fortgeschrittene empfiehlt sich Speakly nur als Ergänzung, etwa kombiniert mit Preply für Konversationspraxis.
Ja. Die Speakly-App ist vollständig auf Deutsch verfügbar – sowohl die Benutzeroberfläche als auch die Lernmaterialien. Du kannst Deutsch als Ausgangssprache (zum Lernen anderer Sprachen) einstellen. Zudem ist Deutsch selbst als Lernsprache verfügbar, etwa für Englisch- oder Russischsprachige. Die deutsche Version ist unter speakly.me/de erreichbar.
